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Die Blase diktiert den Tagesplan

Wer viel trinkt, muss häufig zur Toilette, so weit so gut. Wer wenig trinkt und trotzdem ständig das Bedürfnis verspürt, die Blase zu entleeren, dabei aber nur einige Tröpfen produziert, sollte den Arzt aufsuchen.

 

Es gibt Menschen, die ihren Tagesablauf nach der Erreichbarkeit einer Toilette einrichten – Einkaufen, wo eine öffentliche Toilette in der Nähe ist, auf dem Heimweg Umwege fahren, um nötigenfalls ihre Blase entleeren zu können, oder sogar Verzicht auf Urlaub, weil ihre Angst, im Notfall kein Klo zu finden, sie am Reisen hindert. Manche haben auch ihre Schlafseite im Bett gewechselt, um nachts schneller auf die Toilette zu kommen. Wer unter Harndrang leidet, sollte aber keinesfalls zu wenig trinken. Besser ist, die Blasenmuskulatur zu trainieren, indem man dem Harndrang nicht immer sofort nachgibt, sondern versucht den Toilettengang solange es geht hinauszuzögern. 

 

Bei häufigem Harndrang sollten verschiedene potenzielle Ursachen abgeklärt werden. Dazu gehören Erkrankungen der Beinvenen, des Herzens, orthopädische Probleme oder bei Männern eine vergrößerte Prostata. Auch eine neurologische Störung ist möglich, bei der die Kommunikation zwischen den Nerven von Blase, Rückenmark und Gehirn beeinträchtigt ist. Außerdem sollte der Arzt die eingenommenen Medikamente unter die Lupe nehmen, denn Harndrang kann auch eine unerwünschte Nebenwirkung sein.

 

 

 

 

 

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