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Zecken richtig entfernen

Igitt, eine Zecke! Wer sie auf seinem Körper in mehr oder weniger prallem Stadium festgesaugt entdeckt, will das Viech schnellstens loswerden. Panik ist aber nicht angesagt, sondern schnelles, besonnenes Handeln. Denn einfach abreißen sollte man das Spinnentier nicht, damit Kopf und Stechapparat nicht in der Haut steckenbleiben.

 

Idealerweise wird die Zecke mit einer gut schließenden Pinzette so hautnah wie möglich gepackt und dann ganz vorsichtig herausgezogen. Dabei darf die Zecke nicht zerquetscht werden. Besonders viel Gefühl wird benötigt, wenn die Zecke vollgesogen ist. Ist keine Pinzette zur Hand, kann sie mit den Fingernägeln gepackt und herausgezogen werden. Ist der Achtbeiner entfernt, wird die Einstichstelle gereinigt und desinfiziert. Wer sich nicht zutraut, die Zecke „am Stück“ zu entfernen, kann sich auch an seinen Hausarzt wenden. Das ist besonders dann empfehlenswert, wenn das Tier an einer schwer erreichbaren Stelle sitzt.

 

Keine gute Idee ist es, die Zecke mit Öl, Klebstoff oder Nagellack zu beträufeln, damit sie erstickt. Denn kurz vor ihrem Tod kann sie noch gefährliche FSME-Viren oder Borreliose-Bakterien in die Blutbahn ihres Wirtes abgeben. Zecken sind nicht nur im Hochsommer unterwegs. Ihre aktive Zeit beginnt ab einer Temperatur von sieben Grad. Man kann sie sich also vom Frühling bis in den späten Herbst einfangen. Übrigens auch im eigenen Garten.

 

 

 

 

 

 

 

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