©Doreen-Salcher_AdobeStock

 

 

Richtig Blutdruck messen

Ist der Blutdruck zu niedrig, fühlt man sich oft müde und schlapp. Ist er zu hoch, spürt man – nichts. Zumindest am Anfang. Auf Dauer strapaziert der erhöhte Druck die Gefäße und es kann zu Herzinfarkten oder Schlaganfall kommen. Deshalb ist es wichtig, seinen Blutdruck zu kennen.

 

Wer seinen Blutdruck wissen möchte, kann ihn beim Arzt oder in der Apotheke kontrollieren lassen. Muss der Blutdruck regelmäßig kontrolliert werden, lohnt sich der Kauf eines Blutdruckmessgerätes im Fachhandel. Damit der angezeigte Wert auch stimmt, müssen einige Dinge beachtet werden.

 

➜ Der Blutdruck schwankt im Laufe des Tages. Morgens ist er höher, mittags sinkt er leicht ab, spätnachmittags steigen die Werte wieder, nachts fällt er dann wieder ab. Die Deutsche Hochdruckliga empfiehlt, morgens direkt nach dem Aufwachen 5 Minuten auf der Bettkante zu sitzen und dann den Blutdruck zu messen. Abends wird dann der zweite Wert gemessen.

 

➜ Die Manschette des Blutdruckgeräts muss zum Arm passen. Eine zu breite oder zu kurze Manschette kann falsche Ergebnisse liefern. Um ein passendes Gerät zu kaufen, ist die Messung von Oberarm- oder Handgelenkumfang eine gute Hilfe für die Auswahl des richtigen Modells.

 

➜ Der Messpunkt, also die Stelle, an der die Manschette angelegt wird, muss auf Herzhöhe liegen. Während das beim Oberarm fast automatisch der Fall ist, muss bei einer Handgelenkmessung darauf geachtet werden, dass der Arm locker auf dem Tisch liegt und das Handgelenk bei Bedarf mit einem Kissen zusätzlich unterstützt wird. Ist der Messpunkt zu niedrig, werden falsche hohe Werte gemessen, liegt der Messpunkt zu hoch, kommt es zu falschen niedrigen Werten.

 

➜ Damit die Sensoren in der Blutdruckmanschette die Schwingungen des pulsierenden Blutes richtig erfassen können, sollte der Arm für die Messung freigemacht werden. Ausnahmen gelten nur bei sehr dünnen, gut anliegenden Ärmeln. Bei hochgeschobenem Ärmel ist die Messung nur dann zuverlässig, wenn das Kleidungsstück so locker sitzt, dass beim Hochkrempeln das Blutgefäß nicht eingeengt wird.

 

➜ Der Blutdruck sollte in jeder Hinsicht in Ruhe gemessen werden. Die Atmung sollte normal sein, man sollte sich während der Messung nicht bewegen und man sollte auch nicht sprechen. Eine ruhige, tiefe Atmung senkt den Blutdruck, eine schnelle, hektische erhöht ihn. Bewegung und Sprechen sorgen für „Unruhe“ im Körper, die das empfindliche Messgerät registriert, wodurch es möglicherweise falsche Ergebnisse liefert.

 

➜ Kennen Sie das sogenannte Suppenkoma? Es entsteht, weil die Verdauungsorgane für die Verarbeitung der Mahlzeit so viel Blut benötigen, dass dem Kreislauf weniger zur Verfügung steht. Der Blutdruck sinkt. 1 Stunde nach dem Essen hat sich die Kreislaufsituation normalisiert und es kann wieder korrekt gemessen werden.

 

➜ Ein wohltemperierter Raum ist Voraussetzung für eine genaue Blutdruckmessung. Im Winter können sehr niedrige Temperaturen dazu führen, dass der Blutdruck steigt, weil sich die Blutgefäße zusammenziehen. Im Sommer führt Hitze dazu, dass durch weitgestellte Blutgefäße der Blutdruck sinkt.

 

➜ Kurz vor einer Blutdruckmessung sollte weder geraucht und noch Kaffee oder Alkohol getrunken werden, weil sich auch dadurch der Blutdruck kurzfristig verändert und falsche Werte ermittelt werden.

 

➜ Weil auch eine volle Blase die Werte verändern kann, sollte sie besser vor einer Messung entleert werden.

 

 

 

 

 

 

Startseite