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Voll im Trend: Tattoos

Unsere Haut ist ein Statement geworden. Das Organ, das unsere natürliche Grenze zwischen dem „Ich“ und den „anderen“ bildet, dient als Tattoo-geschmückte Oberfläche der Selbstdarstellung und sendet mehr oder weniger subtile Botschaften an den Betrachter. Wie geht es dabei der Haut?

 

Tätowierungen sind in vielen Kulturen der Welt zu finden und eine sehr alte Methode, um Haut zu schmücken oder aber einen Menschen zu kennzeichnen. Früher wurden mit Messern, Dornen oder Stacheln bewehrte Holzgriffe benutzt, um beispielsweise Holzkohlestaub, mineralische oder pflanzliche Farbpigmente in die Haut zu treiben.

Das Farbspektrum war begrenzt, die Prozedur langwierig und schmerzhaft. Mit synthetischen Farben und moderner Technik haben sich die Möglichkeiten erheblich erweitert. Die neuen Geräte stechen bis zu 120-mal pro Sekunde zu. Trotzdem ist ein flächendeckendes Tattoo noch heute ein langer Prozess.

 

Immer eine Hautverletzung

Es gibt verschiedene Arten, die Farbe in die Haut zu bekommen. Doch egal, welche angewandt wird, es handelt sich grundsätzlich immer um eine, wenn auch oberflächliche, Verletzung der Haut. Der Farbstoff muss exakt in die ledrige Hautschicht gelangen, die etwa ein bis drei Millimeter unter der Hautoberfläche liegt. Das Pigment darf weder zu tief noch zu oberflächlich eingebracht werden.

Bei zu tiefen Einstichen kann es zu Blutungen kommen, die die Farbe „auswaschen“, bei zu oberflächlichen verschwindet sie mit dem normalen Zellerneuerungsprozess der Haut. Die Haltbarkeit des Motivs ist aber nicht der einzige Grund, sich einen erfahrenen, seriösen Tätowierer zu suchen. Denn Tattoos stellen unter bestimmten Umständen ein Gesundheitsrisiko dar.

 

Inhaltsstoffe nicht immer unbedenklich

Viele Farben sind harmlos, aber leider nicht immer. Obwohl es eine Tätowiermittel-Verordnung gibt, müssen Tätowiermittel in Deutschland nicht zugelassen werden. Sie können im Zweifelsfall Inhaltsstoffe enthalten, die gesundheitsschädigend sind, Allergien oder sogar Krebs auslösen.

Hinzu kommt: Die Farben bleiben nicht nur an Ort und Stelle, sondern verteilen sich auch im Körper. Ein Teil lagert sich in den Lymphknoten und möglicherweise auch in anderen Organen ab. Ob das der Fall ist und welche Folgen das für den Menschen hat, ist ein Forschungsgebiet, das noch in den Kinderschuhen steckt. Fest steht, dass im Zusammenhang mit den Einstichen Infektionen, Entzündungen und unschöne Narben entstehen können.

 

Haut sorgfältig pflegen

Bei einem frischen Tattoo empfiehlt es sich, die Wundheilung der Haut zu unterstützen und Infektionen zu vermeiden. Da eine Schorfbildung unerwünscht ist, wird eine feuchte Wundheilung empfohlen, wobei beim Waschen und Cremen auf strikte Hygiene geachtet werden muss. Eine gute Wundheilsalbe ist empfehlenswert. Ist das Tattoo abgeheilt, genügt eine gute Feuchtigkeitscreme.

 

Besser auf Sonnenbäder verzichten

UV-Licht zersetzt nicht nur die Farbpigmente, es lässt sie auch verblassen und kann auch die tätowierte Haut irritieren. Schwellungen und Juckreiz treten auf. Da noch nicht erforscht ist, was mit den zerstörten Pigmenten im Körper passiert, raten Wissenschaftler, die Haut vor Sonne zu schützen.

 

 

 

 

 

 

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