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Frühkindliche Sprachförderung …

Der Alltag von Kindern ist geprägt von Neugier und Abenteuern. Buchstäblich alles kann einen so starken Reiz entwickeln, dass die Welt rundherum ausgeblendet wird. Da ist es manchmal nötig, den Wissensdrang der Kleinen sanft in die richtigen Bahnen zu lenken. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Sprachförderung. Einen wichtigen Beitrag hierzu können Kitas und Kindergärten leisten.

 

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Pädagogik sehr verändert. Zum Glück, möchte da wohl manch eine Erwachsene und manch ein Erwachsener ausrufen. Einer der wichtigsten Ansätze ist heutzutage die Überzeugung, dass ein Kind von Natur aus mit allen Fähigkeiten ausgestattet ist, um die Welt um sich herum zu entdecken und zu lernen.

Diesem Ansatz tragen auch Erzieherinnen und Erzieher Rechnung, die das Kind auf ihrer „Lernreise“ begleiten, ohne es zu führen. Erwachsene übernehmen also nicht mehr die Rolle des Lehrers, der bestimmte Erfahrungen vorgibt, sondern des Vermittlers, der diese Erfahrungen miterlebt und dabei hilft, sie einzuordnen.

 

Werte und Wissen sind  gleich wichtig

Ebenso wichtig wie die Wissensvermittlung ist hierbei das Vermitteln von Werten wie Rücksicht und Selbstbewusstsein. Denn um schließlich verantwortungsbewusst handeln zu können, benötigt ein Kind diese sozialen Orientierungspunkte. Schließlich war die Welt nie vielfältiger und undurchsichtiger, als sie es heutzutage ist. Und noch etwas ist nahezu unverzichtbar, um sich im modernen Alltag zurechtzufinden: die Sprache.

Denn die benötigen wir nicht nur, um die Welt zu verstehen, sondern ebenfalls, um sie zu gestalten. Leider machen immer mehr Grundschullehrerinnen und Lehrer machen die Erfahrung, dass ihre Schutzbefohlenen sich schwer damit tun, in ganzen Sätzen zu sprechen. Auch deshalb wird die Sprachförderung in Kindergarten und Kita zunehmend wichtiger. Doch wie sieht eine solche begleitende Sprachförderung aus?

 

Lust am Lernen wecken

Am wichtigsten ist es, die Kinder selbst zum Sprechen zu motivieren. Das geschieht am effektivsten, wenn man die ihnen innewohnende Freude und Neugier an Kommunikation weckt. Eine bewährte Möglichkeit, genau das zu tun, ist das Erzählen von Geschichten.

Wer die Möglichkeit hat, andere mithilfe der Sprache an den eigenen Erlebnissen und Gedanken teilhaben zu lassen, schafft eine Gemeinschaft. Und kaum etwas lässt Kinder mehr aufblühen als die Zugehörigkeit zur Gruppe, in der sie ihren festen und sicheren Platz haben. Natürlich kann man hierfür auch Bücher und Spiele zur Hilfe nehmen. Weniger geeignet sind hingegen Filme oder Apps, die zwar Wissen vermitteln, aber nicht dazu einladen, dieses Wissen auch sofort mit anderen zu teilen oder zu hinterfragen.

Sprache ist ja eine Art des Austauschs, und Austausch geschieht nun einmal am besten in der Gruppe.

 

Die Eltern sind nicht außen vor

Aber auch als Eltern hat man allerlei Möglichkeiten, die Sprachentwicklung des Kindes zu fördern. Sie können ihnen zum Beispiel vorlesen oder sie fragen, wie ihr Tag in der Kita oder im Kindergarten war.

So entsteht nicht nur ein Gespräch. Vielmehr vermitteln Sie Ihrem Kind auch Interesse und Zuwendung – und schaffen so die Basis für eine vertrauensvolle Beziehung.

 

 

 

 

 

 

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