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Barfusslaufen ist gesund

Keine Frage, Schuhe sind eine ganz wunderbare Erfindung. Schließlich liegt dort, wo man steht und geht, häufig die ein oder andere unschöne Überraschung bereit. Mit festem Schuhwerk ist man davor geschützt. Und doch plädieren Mediziner immer wieder dafür, unserer Gesundheit zuliebe nach Möglichkeit auf Schuhe zu verzichten und stattdessen barfuß zu laufen.

 

„Ein schöner Fuß ist eine große Gabe der Natur. Diese Anmut ist unverwüstlich.“ So ehrte der Dichter und Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe in seinen Wahlverwandtschaften den menschlichen Fuß. In der Bevölkerung ist die Meinung zu diesem Körperteil allerdings zwiegespalten: Während die meisten im übertragenen Sinne einfach auf ihm herum trampeln, verspüren andere bei ihrem Anblick eine regelrechte Abscheu. Aber ganz egal, wie man nun selbst zu Füßen steht: Sind wir nicht gerade im Homeoffice oder im Schwimmbad, tragen wir in der Regel Schuhwerk, das unsere Füße bedeckt und schützt. Dabei wäre regelmäßiges Barfüßeln viel gesünder!

 

Man muss sie nicht lieben, aber wertschätzen sollte man sie!

Genauso wie unsere Hände, mit denen sie unbestreitbar große Ähnlichkeit haben, sind unsere Füße kleine Wunderwerke der Mechanik und Sensorik: 26 Knochen samt Bändern, Sehnen, Muskeln und Sinneszellen sorgen dafür, dass unsere Füße nicht nur äußerst flexibel sind, sondern dabei auch noch kleinste Feinheiten des Untergrunds wahrnehmen können. Allerdings ist es auch mit den Füßen wie mit anderem Potenzial: Ungenutzt verkümmert es. Und so kämpfen Menschen, die kaum noch barfuß gehen, im Laufe der Jahre zusehends mit Problemen wie Knick-, Senk- oder Spreizfüßen.

 

Weshalb Sie nicht gleich den kompletten Schuhschrank wegwerfen sollten

Natürlich sollten Sie jetzt nicht alle Schuhe wegwerfen. Schuhe sind nützlich, manchmal sogar notwendig, und ein modisches Statement lässt sich mit ihnen auch setzen – wenn man das denn möchte. Außerdem wäre eine solch drastische Umstellung nur schwer auszuhalten. Am besten fängt man lieber mit kleinen Schritten an, zu Beginn vielleicht eine Stunde pro Tag auf Sand oder Wiese. So werden die Füße langsam an das ungewohnte Barfußlaufen herangeführt und die entsprechenden Muskeln schonend trainiert. Wer zu Beginn noch nicht ganz auf eine Sohle verzichten möchte, kann übrigens auch zu Zehenschuhen greifen. Die bieten noch etwas Schutz, kommen dem Barfußlaufen aber schon sehr nahe.

 

Auch die längste Strecke beginnt mit dem ersten Schritt

Ein bewusster Umgang mit den Füßen wird für viele Menschen wichtiger. Davon zeugen auch die vielen Barfuß- pfade, die man in ganz Deutschland ablaufen kann. Dabei wird insbesondere auch die Sensorik gefördert: Schließlich kitzeln Schlamm, Moos, Kiesel oder Fels die Sinneszellen der Füße ganz unterschiedlich. Auch Barfußwandern erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Packen Sie dabei aber trotzdem immer ein Paar Wanderschuhe ein, nur für den Fall, dass der Weg doch einmal zu steinig wird. Außerdem empfiehlt sich für den Notfall zumindest ein kleines Sanitätsset mit Desinfektionsmittel, Pflaster und einer Pinzette. Schließlich kann man sich immer mal kleinere Blessuren einhandeln. Und noch ein Vorteil hat das Barfußlaufen: Endlich können die vollgeschwitzten Latschen ordentlich durchlüften.

 

 

 

 

 

 

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