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Migräne und Ernährung

Dreiviertel der Deutschen leiden unter Kopfschmerzen, 10 – 15 Prozent von ihnen haben Migräne. Zu den Triggern, die Migräne auslösen, gehören viele unterschiedliche Faktoren, beispielsweise auch Nahrungs- oder Genussmittel.

 

Wer unter Migräne leidet, weiß, dass die Schmerzen oft durch sogenannte Trigger ausgelöst werden. Dazu gehören Stress, Ärger, Schichtarbeit, weil sie den Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinanderbringt, hormonelle Schwankungen, Diäten, unregelmäßige Essgewohnheiten, aber auch bestimmte Nahrungsmittel. Manchmal ist Detektivarbeit gefragt, um die Ursache zu ermitteln. Doch lohnt sich die Mühe, denn wer seine persönlichen Trigger kennt, kann Migräneattacken reduzieren.

 

Gibt es ungünstige Lebensmittel?

Da an der Entstehung von Migräne noch vieles unklar ist, lässt sich eine generelle Ernährungsempfehlung nicht geben. Manche Untersuchungsergebnisse widersprechen einander, wie etwa bei der Beurteilung des Verzehrs von Kohlenhydraten. Deshalb lässt sich grundsätzlich nur eines mit Gewissheit sagen: Eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung ist auch bei Migräne ratsam. Denn wenn bestimmte Nahrungsbestandteile, etwa Vitamine oder Mineralstoffe fehlen, kann sich das ungünstig auf die Migränehäufigkeit auswirken. Trotzdem gibt es einige Lebensmittel, die im Verdacht stehen, Migräne auszulösen. Oder die zumindest von Betroffenen als persönliche Trigger identifiziert wurden. Dazu gehören Nahrungsmittel, die Alkohol, Histamin, Tyramin, den Geschmacksverstärker Glutamat, den Süßstoff Aspartam, das Nitrit-Pökelsalz oder Koffein enthalten.

 

Besser vermeiden

Besonders oft werden Alkohol und Schokolade von Patienten als Auslöser identifiziert. Bei Alkohol werden diverse Getränke genannt, es gibt also keine bestimmte Spirituose oder einen konkreten „Kopfschmerz-Wein“. Trotzdem sollte man ihn besser vermeiden. Bei Schokolade vermuten Wissenschaftler eher einen Zusammenhang mit dem Bedürfnis nach Süßem vor einem Migräneanfall. Das Naschen von Schokolade ist nicht der Trigger, sondern steht eher mit einer Migräne- Aura im Zusammenhang. Beim Koffein, also Kaffee, wird vermutet, dass es eher die Kaffeeabstinenz ist als der Konsum. Wer täglich Kaffee trinkt, ihn aber am Wochenende weglässt, verursacht einen „Koffeinentzug“. Der Körper ist an das Koffein gewöhnt und kann mit Migräne reagieren, wenn der Koffeinspiegel plötzlich sinkt. Einige Menschen leiden unter einer Histaminintoleranz. Nehmen sie zu viel histaminhaltige Nahrungsmittel zu sich, kann das eine Migräne auslösen. Zu diesen Lebensmitteln gehören bestimmte Wurst- und Käsesorten, Alkohol, Fisch, Sauerkraut, Essig und Sojasoße. Außerdem sind auch Auberginen, Spinat und Tomaten histaminreich. Ob Tyramin Migräne triggert, ist unklar. Der Stoff steckt in bestimmten Käse- und Wurstsorten, sauer eingelegtem Gemüsen, Räucherfisch sowie Wein und Bier.

 

Wer herausfinden will, ob Nahrungsmittel für die Migräneattacken verantwortlich sind, sollte ein Migränetagebuch führen und in Absprache mit dem Arzt bestimmte Lebensmittel unter die Lupe nehmen.

 

 

 

 

 

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