©amine1976_AdobeStock

 

 

Die „Ernährungsampel“ kommt

Schon lange geistert die Idee umher, nun wird sie wohl Realität: die Ernährungsampel, allerdings unter dem etwas schnittigeren Namen „Nutri-Score“. Das Konzept ist schnell erklärt: Eine Kennzeichnung mit fünf Farben und den Buchstaben von A bis E auf der Verpackung soll Verbrauchern auf einen Blick zeigen, wie „wertig“ das entsprechende Produkt ist. Das Problem: Der Nutri-Score wird nicht verpflichtend sein.

 

Laut der derzeitigen Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft sind über die Hälfte der Erwachsenen hierzulande übergewichtig. Und bei den Kindern nimmt Übergewichtigkeit ebenfalls zu. Um Verbrauchern beim Einkauf eine schnelle Orientierung zu bieten, wie gesund ein bestimmtes Produkt ist, sollen Hersteller künftig den Nutri-Score auf ihre Verpackung drucken dürfen. Ja, richtig gelesen: dürfen. Denn der Nutri-Score wird weder bisherige Kennzeichnungen und Informationen wie beispielsweise die Nährwerttabelle ablösen noch wird er für die Hersteller verpflichtend sein.

 

Einheitslösung noch nicht in Sicht

Dennoch haben bereits mehrere Lebensmittelhersteller angekündigt, den Nutri-Score in Zukunft verwenden zu wollen. In einigen europäischen Nachbarländern ist er ohnehin schon länger ein gewohnter Anblick, so zum Beispiel in Frankreich, Belgien und Spanien. Damit sich Produzenten von eher ungesünderen Lebensmitteln in Zukunft nicht vor ihrer Verantwortung verstecken können, fordern Verbraucherschützer eine gesetzlich vorgeschriebene, europäisch einheitliche Kennzeichnung. Ob und wann diese kommt, steht aber nicht auf irgendeiner Verpackung, sondern noch in den Sternen.

 

 

 

 

 

 

 

Startseite