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Fit durch Fett?

Es soll dick machen, die Blutgefäße verstopfen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Fett hat kein gutes Image. Dabei ist Fett neben Eiweiß und Kohlenhydraten ein grundlegender Bestandteil einer gesunden Ernährung. Verbraucher sollten allerdings darauf achten, wie viel und welches Fett sie zu sich nehmen.

 

Erinnern Sie sich noch an Obelix, den renitenten Gallier in der blauweiß-gestreiften Hose, deren Bund sich um einen gewaltigen Bauch spannte? Er war der stärkste im ganzen Dorf und konnte es problemlos mit jedem Römer aufnehmen. Allerdings wurde nie ganz klar, ob seine Kraft nun daher rührte, dass er als Kind in den Kessel mit dem Zaubertrank gefallen war, oder ob sie von den vielen fetten Wildschweinen kam, die er tagein, tagaus verzehrte. Tatsache ist jedoch: Wer viel Energie benötigt, der greift zu Fett. Denn mit rund 9 Kilokalorien pro Gramm weist Fett die höchste Energiedichte aller Nährstoffe auf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen allerdings, nicht mehr als 30 Prozent der täglichen Energie in Form von Fett aufzunehmen.

 

Wertvolle Fette

Zusammengesetzt ist jede Art Fett aus verschiedenen Fettsäuren, die in gesättigte, einfach und mehrfach ungesättigte sowie Transfettsäuren unterschieden werden. Gerade Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind besonders wertvoll. Sie gehören ähnlich den Vitaminen zu den essenziellen Nährstoffen, die unser Körper nicht selbst herstellen kann, die wir aber dennoch zum Leben benötigen und über die Nahrung aufnehmen müssen. Darüber hinaus senken die Stoffwechselprodukte, die aus diesen langkettigen Fettsäuren gebildet werden, maßgeblich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Während Omega-6-Fettsäuren vor allem in tierischen Fetten, Sonnenblumenöl oder Mais vorkommen, verstecken sich Omega-3-Fettsäuren in fettem Meeresfisch, Fischöl, Algen sowie pflanzlichen Ölen aus Raps, Oliven oder Leinsamen.

 

Zu viel des Guten

Bei allen Vorzügen dürfen wir aber nicht Paracelsus vergessen, der im 16. Jahrhundert konstatierte, die Dosis mache das Gift. Und so sollten wir auch beim Verzehr von Fetten auf die richtige Menge achten. Deshalb hier ein kleines Zahlenbeispiel: Tagtäglich konsumiert jeder Bundesbürger durchschnittlich zwischen 100 und 120 Gramm Fett. Empfohlen wird aber nur eine Menge von 60 bis  80 Gramm Fett pro Tag. Diese Hürde reißen wir jedoch bereits mit einer Bratwurst samt Pommes rot-weiß, einer Tafel Schokolade oder einer halben Tüte Chips. Was können wir also tun? Ganz einfach: Fett sparen!

 

„Geiz ist geil“

Fett ist zwar ein unverzichtbarer Teil unseres Speiseplans, trotzdem sollten wir den Verzehr nach Möglichkeit einschränken. Und das ist noch nicht einmal besonders schwierig: Lassen Sie sich beispielsweise ruhig einmal die Butter vom Brot nehmen – und greifen Sie stattdessen zu Frischkäse, Magerquark oder Senf. Genauso können Sie das morgendliche Buttercroissant wunderbar durch ein Mehrkornbrötchen oder ein Laugenhörnchen ersetzen. Und wie klingt Geflügelgeschnetzeltes mit Folienkartoffel? Besser als Bratwurst mit Pommes? Na also, Sie sind jetzt schon auf dem richtigen Weg …

 

 

 

 

 

 

 

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