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Nach dem Herzinfarkt: Gemeinsam in ein herzgesundes Leben

Ohne Frage ist der Herzinfarkt ein einschneidendes Ereignis, das nicht nur die Betroffenen, sondern auch ihre Familien zutiefst beunruhigt. Dennoch ist es wichtig, dass die Menschen dann nicht in ständiger Angst vor einem neuen Infarkt leben. Denn wer jetzt die richtigen Weichen stellt, hat gute Chancen, in ein gesundes und aktives Leben zurückzukehren.

 

Gemeinsam ist man einfach stärker! Diese allgemeine  Lebensweisheit gilt auch und besonders nach einem Herzinfarkt. Die Patienten wurden oft urplötzlich aus ihrer  Sicherheit herausgerissen und mit Todesängsten konfrontiert. Da können sie jede Hilfe von der Familie oder Freunden brauchen. Diese Erkenntnis greift auch die Deutsche Herzstiftung auf. Der Weltherztag am 29. September steht unter dem Motto „Be a Heart Hero“. Anders ausgedrückt: Jeder kann für seine Lieben zum Herzenshelden werden, Unterstützung leisten und gerne auch mit gutem Beispiel vorangehen.

 

Aktive und herzgesunde Lebensweise schützt

Dabei sollte allen Beteiligten klar sein, dass die meisten Herzinfarkte durch eine koronare Herzkrankheit ausgelöst werden. Davon sprechen Experten, wenn die Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, immer enger werden. Und diese Krankheit bleibt auch nach dem Infarkt bestehen. Darauf müssen die betroffenen Patienten und eben auch ihre Angehörigen richtig reagieren. Ein aktives und herzgesundes Leben schützt am besten vor einem neuen Infarkt. Dazu muss man dann aber oft auch einiges am Lebensstil ändern. Dies kann zwar schwerfallen, ist aber umso leichter, wenn es Mitstreiter gibt, die sich dieser Herausforderung auch selbst stellen.

Eine der wichtigsten Maßnahmen ist der sofortige Einstieg in ein rauchfreies Leben. Nikotin ist einer der größten  Risikofaktoren für das Herz und daher spätestens ab jetzt tabu. Gemeinsamer Rauchstopp nutzt dabei nicht nur  allen, sondern steigert auch die Erfolgsaussichten erheblich. In der Gruppe ist jeder motivierter – und kann im Notfall auch einmal den mahnenden Finger erheben, um Rückfälle zu vermeiden.

Eine Aufgabe für das gesamte Lebensumfeld der Patienten ist zudem die Umstellung der Ernährung. Und hier ist nicht etwa von Schonkost für die Betroffenen die Rede. Herzgesunde Ernährung tut wie der Rauchverzicht allen Beteiligten gut und ist sogar leicht umzusetzen. Abwechslungsreich und salz- sowie fettarm sollte der Speiseplan nun sein. Damit sich jeder davon überzeugen kann, hilft übrigens auch gemeinsames Kochen, was zusätzlich eine ganze Menge Spaß garantiert. Termine für spezielle Kurse dafür sind leicht im Internet zu finden.

 

Patienten schützen – sich selbst helfen

Gemeinsam mit anderen können die Herzpatienten schließlich auch das Ziel erreichen, wieder aktiver zu leben. Viele Sportvereine in ganz Deutschland bieten Koronarsportgruppen an, deren Trainingsprogramme speziell auf die Besonderheiten der Zielgruppe ausgerichtet sind.

Trotz aller gemeinsamen Anstrengung kann es natürlich auch einmal zu Rückschlägen kommen, wenn beispielsweise Ängste wieder überhandnehmen. Hier raten Experten dazu, sich schnell auch professionelle Hilfe zu suchen, um beispielsweise Depressionen zu vermeiden.

Bei allen diesen Wegen in eine herzgesunde Zukunft können die Herzenshelden helfen. Und sie werden gleich doppelt belohnt: Nicht nur ihre Lieben, sondern auch sie selbst leben jetzt viel gesünder!

 

 

 

 

 

 

 

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