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Auch im Winter das Schlafzimmer lüften

Ob im Winter das Schlafzimmerfenster weit geöffnet oder geschlossen sein sollte, ist fast schon eine Glaubensfrage, die auch unter langjährigen Paaren gelegentlich zu Streit führt. Harte Fakten pro oder contra gibt es aber nicht.

 

Klar ist, dass die Temperatur im Schlafzimmer Einfluss auf die Qualität des Schlafes hat. Ist diese zu heiß, gerät man ins Schwitzen und schläft dadurch auch schlechter. Im Sommer ist also ein offenes Fenster immer dann günstig, wenn die Temperatur draußen kühler ist als die in den Räumen. Auch so genannte Wohn-Schafzimmer, die tagsüber eher warm gehalten werden, sollten im Winter bei offenem Fenster eine gute Portion kühlere Frischluft bekommen.

 

Für die Meinung, dass Schlafen bei niedrigen Temperaturen den Körper abhärtet und man dadurch weniger anfällig gegenüber Husten und Schnupfen ist, gibt es allerdings keinen Beleg. Schlafmediziner gehen heute davon aus, dass ein Schlafzimmer im Mittel zwischen 15 und 18 Grad warm sein sollte. Dies ist bereits durch gründliches Lüften zu erreichen. Wer aber selbst im Bett nachts friert, wird dagegen öfter wach und hat so auch keinen erholsamen Schlaf.

 

Sehr störend auf die Schlafqualität können sich zudem laute Geräuschkulissen auswirken, die beispielsweise durch auch nachts viel befahrene Straßen verursacht werden. Diese führen zur Ausschüttung von Adrenalin, einem Anstieg von Blutdruck und Puls – und damit zu einem schlechteren Schlaf.

 

Die Gefahr, dass bei geschlossenem Fenster zu wenig Sauerstoff im Raum ist, ist dagegen nicht gegeben, weil Fenster meistens nicht komplett dicht sind und viele Menschen die Schlafzimmertür offen lassen. Letztlich ist es eine Frage des persönlichen Wohlbefindens und der eigenen Vorlieben. Streit wegen geöffneter oder geschlossener Fenster lohnt sich jedenfalls nicht.

 

 

 

 

 

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