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Richtig trinken

Bei dieser Überschrift stellt sich fast automatisch die Frage, ob es auch möglich ist, falsch zu trinken. Ja, das geht. Nämlich zu wenig (kommt häufig vor), zu viel (auch das ist denkbar) oder grundsätzlich das Falsche (Alkohol und  zuckerhaltige Limo beispielsweise). Oder zum falschen Zeitpunkt, denn wenn der große Durst kommt, ist das ein Signal dafür, dass dem Körper schon Flüssigkeit fehlt.

 

Etwa 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit braucht der Mensch am Tag, bei hohen Temperaturen oder starker körperlicher Belastung auch mehr. Das Informationsbüro Heilwasser rät, an heißen Tagen mindestens zwei Liter zu trinken, bei starkem Schwitzen deutlich mehr. Denn die Körperkühlung funktioniert nur dann, wenn auch etwas zum Verdunsten da ist. Weil mit dem Schweiß auch Mineralien verloren gehen, die der Körper für seine Stoffwechselfunktionen benötigt, lassen sich mit Mineralwasser Natrium, Kalzium und Magnesium ersetzen, ebenso wie über eine ausgewogene mineralstoffreiche Ernährung. Denn unter anderem gehen auch Selen, Eisen und Zink verloren.

 

Regelmäßig trinken

Die Trinkmenge soll über den ganzen Tag verteilt werden, denn der Körper kann keinen Flüssigkeitsvorrat speichern. Damit das Trinken tagsüber nicht in Vergessenheit gerät, hilft es, sich die Tagestrinkration schon morgens hinzustellen. Ein kurzer Kontrollblick am Abend zeigt, ob genug getrunken wurde. Wer Getränke gut sichtbar aufstellt, kann sich leichter ans Trinken erinnern. Auf jeden Fall sollte zu jeder Mahlzeit ein Glas Wasser getrunken werden. Das sorgt nicht nur für die Flüssigkeitszufuhr, sondern ist auch ein gutes Mittel für die Gewichtskontrolle. Neben Mineralwasser können auch Apfelsaftschorle im Verhältnis 50:50, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees getrunken werden. Kaffee ist dagegen weniger geeignet. Kommt es an heißen Tagen zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsproblemen oder Kreislaufbeschwerden, sind das Signale für einen Flüssigkeitsmangel. Im Sommer ist es am besten, immer Wasser dabei zu haben, egal ob beim Wandern, Shoppen oder im Auto. So ist eine kontinuierliche Flüssigkeitszufuhr gewährleistet.

 

Welches Wasser für welchen Zweck?

Grundsätzlich ist die Wasserqualität in Deutschland (noch) so gut, dass in den meisten Regionen unbedenklich aus dem Wasserhahn gezapft werden kann. Tafelwasser wird in der Regel aus Trinkwasser hergestellt und mit Zusatzstoffen angereichert. Mineralwasser ist laut Definition ein Grundwasser mit besonderen Eigenschaften. Es muss an der Quelle abgefüllt werden, seine Inhaltsstoffe sollen möglichst immer die gleichen sein, es muss aus unterirdischem Wasser gewonnen werden und es benötigt eine amtliche Anerkennung. Heilwasser benötigt durch seine Verwendung zur medizinischen Therapie eine staatliche Zulassung, denn nach dem § 2 Abs. 1 des Arzneimittelgesetzes hat Heilwasser den Status eines Arzneimittels. Es sollte daher nicht das normale Trinkwasser ersetzen, sondern zusätzlich als Trinkkur angewandt werden.

 

 

 

 

 

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