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Digitalisierung im Gesundheitswesen

Auch in der Medizin gilt die Digitalisierung als Aufbruch in ein neues Zeitalter. Neben Gesundheits-Apps und der elektronischen Patientenakte sollen Videosprechstunden die Diagnose und die Therapie von Patienten optimieren.

 

Eine aktuelle Studie hat nun untersucht, wie offen die Deutschen einer solchen Digitalisierung im Gesundheitswesen gegenüberstehen. Der derzeitige Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich die Digitalisierung des Gesundheitswesens auf die Fahnen geschrieben. Eine ambitionierte Aufgabe, denn im internationalen Vergleich gelten die Deutschen als besonders skeptisch, wenn es um die Nutzung ihrer Gesundheitsdaten geht. Am größten ist die Bereitschaft gegenüber der Einführung von Videosprechstunden. Annähernd die Hälfte aller Versicherten wäre bereit, einen digitalen Arzttermin wahrzunehmen.

 

Zurückhaltender reagieren sie in Bezug auf Gesundheitsapps: Rund zwei Drittel lehnen sie ab. Und bei der elektronischen Patientenakte scheint eine generelle Verwirrung zu bestehen: Viele Versicherte glauben demnach, die elektronische Gesundheitskarte, die seit 2015 für alle gesetzlich Versicherten verpflichtend ist, übernehme bereits heute zumindest teilweise die Funktion einer elektronischen Patientenakte.

 

Doch was sind die Gründe für diese Skepsis? Da wäre zunächst einmal der persönliche Kontakt zum Arzt, auf den viele Patienten nicht verzichten möchten. Aber auch die Angst vor Datenmissbrauch und fehlerhaften Diagnosen aufgrund ungenauer Messungen spielt eine Rolle. Soll das Gesundheitswesen wirklich digitalisiert werden, ist also noch viel Aufklärung notwendig, um den Sorgen und Ängsten der Bürger Rechnung zu tragen.

 

 

 

 

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