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Organspende – die Wartelisten sind lang

In Deutschland darf einem Verstorbenen nur dann ein Organ entnommen werden, wenn dieser zu Lebzeiten einer Organspende zugestimmt hat. Wird die Widerspruchsregelung eingeführt, soll künftig jeder ein Organspender sein, sofern er nicht zu seinen Lebzeiten einen Widerspruch oder einen entsprechend anders lautenden Willen erklärt.

 

In Deutschland herrscht Mangel an Transplantationsorganen. Zwar sind 68 Prozent der Bevölkerung grundsätzlich zu einer Organspende bereit, doch nur ein gutes Drittel besitzt einen Organspendeausweis. Oft verhindert Bequemlichkeit zu sein, dass ein Organspendeausweis beantragt wird. Dem soll mit der Widerspruchregelung abgeholfen werden.

 

Besonders knapp - Nieren

Ungefähr 9.500 Menschen in Deutschland stehen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Die meisten, etwa 7.500, warten auf eine Niere. In Deutschland werden etwa 2.000 Nieren pro Jahr transplantiert. Etwa 2.600 Patienten kommen jedes Jahr neu auf die Warteliste. Im Schnitt wartet jeder Patient fünf bis sechs Jahre. Während dieser Zeit, muss er regelmäßig zur Dialyse, weil ohne gesunde Nieren das körpereigene Entgiftungssystem nicht mehr funktioniert. Hauptursache für eine Nierenschädigung ist Diabetes.

Ungefähr 600 der transplantierten Nieren stammen von einem Lebendspender. Dies sind meist Angehörige, die ihrem Familienmitglied freiwillig eine ihrer Nieren spenden. Denn ein gesunder Mensch kann auch mit einer Niere leben. Ein Kranker braucht eine um zu überleben.

 

 

 

 

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