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Drehschwindel

Manche Kinder drehen sich gerne so lange im Kreis, bis ihnen schwindelig wird und sie nicht mehr gerade laufen können. Mit zunehmendem Alter lässt die Faszination für diese Art des Kontrollverlusts jedoch nach. Wenn dann plötzlich doch einmal der Boden schwankt, sich alles dreht und wir das Gefühl haben, zur Seite zu fallen, ohne dass es eine erkennbare Ursache hierfür gibt, kann das sehr beängstigend sein.

 

An unserem Gleichgewichtssinn sind verschiedene Organe beteiligt, vor allem die Ohren bzw. das Innenohr, die Augen, unser Nervensystem und das Gehirn. Funktioniert bloß eine dieser Instanzen nicht so, wie sie soll, kann das bereits ein Schwindelgefühl auslösen. Ärzte unterscheiden dabei zwischen mehreren Formen des Schwindels.

 

Eine davon ist der Drehschwindel. Dabei haben Betroffene das Gefühl, ihre Umgebung würde sich um sie drehen, ähnlich wie bei einem Karussell. Häufig gehen mit dieser Form der Gleichgewichtsstörung auch andere Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, Schweißausbrüche sowie ein Gefühl der Unsicherheit und sogar Angst einher.

 

Manchmal tritt Drehschwindel als kurzer Lagerungsschwindel auf, also als Schwindelgefühl infolge einer Lageveränderung, meist des Kopfes. Dabei schwimmen kleine Kristalle in der Lymphflüssigkeit der Vorhofsäckchen, einem zentralen Teil des Innenohrs, und irritieren kurzzeitig die dortigen Sinneszellen.

 

Drehschwindel kann jedoch auch einige Minuten, Stunden oder sogar Tage anhalten. Gerade bei einer lang anhaltenden Drehschwindelattacke kann eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs infolge einer Virusinfektion die Ursache sein. Klingt die Entzündung ab, lässt auch das Schwindelgefühl nach.

 

Seltener tritt Drehschwindel als Folge von Schäden an den Nervenzellen des Gehirns auf. Diese Schäden können beispielsweise durch Tumore oder Durchblutungsstörungen entstehen – also Ursachen, die möglichst schnell erkannt und therapiert werden sollten.

 

Wenn Sie unter anhaltendem Schwindel oder wiederkehrenden Schwindelattacken leiden, sollten Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt sprechen und die Ursachen hierfür abklären lassen. Denn sind die Ursachen erst einmal bekannt, steht einer gezielten Therapie meist nichts im Wege.

 

 

 

 

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