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Gelenke: Wasser als  „Schmiermittel“

Wir rennen und tanzen, springen und schlagen Purzelbäume, wir heben und tragen und zeigen und drehen Däumchen. Ohne gesunde Gelenke geht bei uns gar nichts mehr – sowohl tatsächlich als auch im übertragenen Sinne. Ein wichtiger Faktor für die Gesundheit unserer Gelenke, der vielen Menschen aber gar nicht wirklich bewusst ist, ist die ausreichende Versorgung des Gelenks mit Flüssigkeit.

 

Grob heruntergebrochen, ist es mit unseren Gelenken ein bisschen wie mit einem Automotor: Damit sich steife und in sich starre Teile möglichst geschmeidig und reibungslos auf- und ineinander bewegen können, benötigen sie ein Schmiermittel. Beim Auto übernimmt das Motorenöl diese Funktion, in unseren Gelenken der Gelenkknorpel. Und so wie ein Motor ohne genügend Öl ruckzuck im gefürchteten Kolbenfresser mündet, so nehmen auch unsere Gelenke bei ungenügender Schmierung schnell Schaden. Um das zu vermeiden, müssen wir ausreichend Flüssigkeit einfüllen bzw. trinken.

 

Wie funktioniert der Gelenkknorpel?

Jedes der über 140 Gelenke in unserem Körper hat einen Gelenkknorpel. Er ist nicht mehr als ein paar Millimeter dick und besteht zum einen aus Knorpelzellen, zum anderen aus wasserbindenden Kollagenfasern, die gemeinsam ein elastisches, aber dennoch druckfestes Gewebe bilden. Wie jede andere lebende Zelle muss auch der Knorpel versorgt werden. Allerdings ist er nicht an den Blutkreislauf angeschlossen. Stattdessen werden ihm alle notwendigen Nährstoffe über die Gelenkschmiere zugeführt. Diese wird bei jeder Bewegung des Gelenks in den Gelenkspalt hineingedrückt, wo sie die mit Knorpel überzogenen Gelenkflächen umspült.

 

Ein Flüssigkeitsmangel hat direkte Auswirkungen auf die Gelenke

Rund 90 Prozent der Gelenkschmiere, auch Synovialflüssigkeit genannt, bestehen aus Wasser. Fehlt nun ein Teil dieses Wassers, nimmt auch das Volumen der Gelenkschmiere ab, wodurch sich wiederum der Gelenkspalt verkleinert, der bei Druck als Knautschzone fungiert. So kann es dann durch plötzliche Erschütterungen zu Schäden an den eigentlichen Stoßdämpfern kommen – um bei der Auto-Analogie zu bleiben. Darüber hinaus versorgt die Gelenkschmiere den Knorpel auch mit Nährstoffen. Der Mangel an Gelenkschmiere resultiert also auch in einem unmittelbaren Nährstoffmangel für das Knorpelgewebe.

 

Warum ist Wasser das Getränk der Wahl?

Mediziner raten dazu, pro Tag gut zwei Liter Flüssigkeit zu trinken, und zwar möglichst ganz normales Wasser. Denn Wasser macht unserem Stoffwechsel keine Arbeit – es erleichtert sie vielmehr! Wer Wasser nicht mag, der kann stattdessen zu ungesüßten Kräutertees oder Fruchtsaftschorlen mit einem Teil Saft auf drei Teilen Wasser greifen. Ein echter Gelenke-Killer ist übrigens Alkohol: Er fördert nicht nur die Wasser- und Nährstoffausscheidung, sondern behindert außerdem die Zellerneuerung innerhalb der Knochen. Er trifft die Knochen sozusagen bis ins Mark.

 

 

 

 

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