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Allergene auf dem Vormarsch

Auch wenn Allergien manchmal noch immer trivialisiert werden, handelt es sich bei ihnen längst um eine Volkskrankheit. Statistisch gesehen wird mittlerweile jeder dritte Bundesbürger irgendwann in seinem Leben eine Allergie entwickeln.

 

Der Vormarsch von Allergien wird von mehreren Faktoren begünstigt. Zunächst wäre da der Klimawandel zu nennen, der zu einem verstärkten und länger andauernden Pollenflug führt. Außerdem verbreiten sich hierzulande zunehmend nicht-heimische Pflanzen, die ein besonders hohes Allergenpotenzial haben, z.B. Glaskraut, Olivenbäumchen oder Ambrosia.

 

Neben Umwelteinflüssen spielen auch die Gene eine Rolle

Ein weiterer Faktor ist die Umweltverschmutzung, durch die Pollen zusätzlich mit Feinstaub oder anderen Schadstoffen belastet werden, die das allergene Potenzial zusätzlich erhöhen. Schließlich gibt es auch noch eine genetische Komponente: Kinder von Allergikern werden mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit später selbst an Allergien leiden. Salopp gesagt, dreht sich die Allergiespirale in Zukunft also immer schneller und schneller.

 

Die Zukunft steht im Zeichen der Prävention

Der sogenannte „Stalleffekt“, also der Schutz vor Allergien durch den frühen Kontakt mit potenziellen Allergenen, gilt mittlerweile als bestätigt. Daher plädieren Wissenschaftler zunehmend für eine prophylaktische Gewöhnungstherapie in jungen Jahren. Ein ähnlicher Ansatz sollte bei der Ernährung verfolgt werden: Anstatt Kleinkinder von allen möglichen Allergenen fernzuhalten, kann ein früher Kontakt mit ihnen die gesunde Toleranz des Immunsystems steigern.

 

 

 

 

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