©bennuccia_AdobeStock

  

 

Husten & Co. bei Kindern

Kinder erkranken fünfmal häufiger an Infektionen der oberen Atemwege als Erwachsene. Einmal pro Monat ist da fast schon normal. Mit Medikamenten kommt man solchen Infekten oft nur bedingt bei. Allerdings gibt es eine ganze Reihe von einfachen Kniffen, um die Leidenszeit nach Möglichkeit zu verkürzen.

 

Erkältungen haben bei kühlen Tempertaturen zwar leichteres Spiel, hervorgerufen werden sie jedoch von über 200 verschiedenen Virenstämmen. Beim ersten Kontakt mit einem solchen Virenstamm ist das kindliche Immunsystem zunächst relativ wehrlos. Erst im Laufe der Erkrankung bildet es entsprechende Antikörper und ein Immungedächtnis aus, das den Organismus in Zukunft vor diesem Virus schützt. Deshalb dauert eine Erkältung in der Regel auch sieben bis zehn Tage. Wie sagte schon die Großmutter: „Drei Tage kommt’s, drei Tage bleibt’s, drei Tage geht’s.“

 

Was ist grundsätzlich empfehlenswert?

  • Ab ins Bett! Denn Ruhe und Schlaf entlasten den Organismus und helfen beim Gesundwerden.
  • Eine hohe Luftfeuchtigkeit macht die Schleimhäute geschmeidiger. Ein Luftbefeuchter oder ein paar feuchte Tücher auf der Heizung können das Raumklima verbessern.
  • Lüften Sie regelmäßig, denn frische Luft regt den Kreislauf an. Eventuell ist sogar ein Ausflug zum Spielplatz möglich, dann auf richtige Kleidung achten.
  • Viel trinken (Wasser, Tee oder Suppen) löst den Schleim und beugt insbesondere bei Fieber dem Austrocknen vor.
  • Obst und Fruchtsäfte liefern Vitamin C, können wegen der Säure die Schleimhäute aber zusätzlich reizen. Schorlen sind milder.
  • Leichte Speisen und kleine Portion reichen meist aus. Häufig haben kleine Patienten einfach weniger Hunger.

 

Was hilft gegen Schnupfen?

  • Nasensprays oder -tropfen aus der Apotheke eignen sich gut zum Abschwellen der Nasenschleimhäute. Achten Sie dabei immer auf die Hinweise auf dem Beipackzettel und die Anwendungsdauer.
  • Alternativ können Sie Tropfen und Sprays mit einer Kochsalzlösung verwenden, um die Schleimhäute feucht zu halten.
  • Eine etwas erhöhte Lagerung des Oberkörpers unterstützt das Abfließen von Schleim und Rotz.
  • Beim Naseputzen nicht heftig schnauben, sondern sanft durchblasen. Je nach Alter des Kindes kann auch eine Nasendusche helfen.

 

Was verschafft Linderung bei Husten?

  • Spezielle Hustentees können den Hustenreiz lindern und die Schleimhäute beruhigen. Mit einem Löffel Honig schmeckt es besser!
  • Hustenlöser verdünnen den Schleim und erleichtern ebenfalls das Abhusten.
  • Kamillen- oder Salbeitee eignet sich auch zum Inhalieren. Einfach aufgießen, abgedeckt etwas ziehen und abkühlen (!) lassen, Kopf unter das Handtuch und tief einatmen.

 

Ist das Kind fiebrig und erst ein paar Monate alt, sollten Sie in jedem Fall zum Kinderarzt gehen. Auch bei anhaltenden Beschwerden, vor allem hinzukommenden Ohrenschmerzen, Atembeschwerden, Durchfall, Erbrechen oder Hautausschlag ist immer ein Arztbesuch angeraten.

 

 

 

 

 Startseite