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Ingwer – ­­Beliebter Scharfmacher

Ingwer hat hierzulande eine steile Karriere hingelegt. Importierte Deutschland im Jahre 2010 noch knapp 8.700 Tonnen Ingwer, so waren es nur sechs Jahre später schon knapp 20.000 Tonnen. Aktuelle Zahlen für 2017 und 2018 liegen noch nicht vor. Aber es ist davon auszugehen, dass der Aufwärtstrend anhält.

 

Ingwerwurzeln finden sich heute in jedem Supermarkt und damit vermutlich in fast allen Küchen. Und wie die Süddeutsche neulich ein wenig süffisant bemerkte, scheint Ingwer dem Kaffee als Bürogetränk zunehmend Konkurrenz zu machen. Was ist daran schlimm? In den wenigsten Büros hat Kaffee eine erfreuliche Qualität. Er wird trotzdem getrunken, oft nachdem er schon lange auf einer Heizplatte oder in einer Thermoskanne warmgehalten wurde – und entsprechend scheußlich schmeckt.

 

Da verhält sich die Ingwerwurzel ganz anders. Je länger sie in heißem Wasser oder Tee schwimmt, umso mehr ihres Aromas und ihrer wohltuenden Schärfe gibt sie an die Flüssigkeit ab. Auch abgekühlt bleibt das Getränk genießbar. Wem die Kaffeetasse regelmäßig halbvoll auf dem Schreibtisch erkaltet, kann Ingwertee als Alternativgetränk vermutlich etwas abgewinnen und von seinen gesundheitlichen Effekten profitieren. Es muss übrigens auch nicht immer Tee sein. Ingwer ist ein vielseitiges Gewürz. Er passt zu Suppen, Kuchen, Gebäck oder asiatischen Currygerichten. Er macht auch in Limonade und Marmelade was her.

 

In der Erkältungszeit sehr beliebt

Der unterirdische Wurzelstock des Ingwers wird als Küchengewürz und als Arzneidroge verwendet. Regelmäßig in den Wintermonaten steigt in Deutschland die Nachfrage nach der scharfen Wurzel. Denn ihre wärmenden und die ihr zugeschriebenen immunstärkenden Eigenschaften werden sowohl vorbeugend als auch akut bei Erkältungen genutzt. Wobei die vorbeugende Wirkung wissenschaftlich noch nicht belegt ist. Es wird aber vermutet, dass die durchblutungsfördernden Effekte die Schleimhäute dabei unterstützen, Krankheitserregern Paroli zu bieten. Außerdem soll der Körper von den antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften des Ingwers profitieren.

 

Verdauungsfördernd

Weihnachten ist zwar schon vorbei, aber es stehen auch in anderen Jahreszeiten deftige Speisen auf dem Tisch. Hier punktet Ingwer mit seinen verdauungsfördernden Effekten. Seine Schärfe regt die Magensäure an. Das steigert nicht nur den Appetit, sondern fördert auch die Verdauung. Allerdings sollten Menschen mit einem empfindlichen Magen hier zunächst behutsam vorgehen und ausprobieren, ob ihnen Ingwer bekommt.

 

Ein guter Reisebegleiter

Schwankende Beförderungsmittel lösen bei vielen Menschen Reisekrankheit aus. Da Ingwer Brechreiz und Übelkeit vermindert, kann er eine sanfte pflanzliche Alternative zu chemischen Reisetabletten sein. Er kann als Kapsel oder als Tee eingenommen werden.

 

 

 

 

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