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Herzpatienten im Winter

Winterzeit ist gleichzeitig auch Risikozeit für Herzpatienten. Was können diese tun, um möglichst gesund durch die eisigen Monate zu kommen? Die kalten Wintertage fordern dem Herzen viel ab. Denn wenn die Temperaturen sinken, verengen sich die Blutgefäße der Haut und anderer Regionen unseres Körpers. Dadurch steigt der Blutdruck und das Herz muss gegen einen größeren Widerstand ankämpfen. Die deutsche Herzstiftung empfiehlt daher allen Herzpatienten, ihren Blutdruck und den Puls in der kälteren Jahreszeit besonders gewissenhaft zu kontrollieren. Sollten die Werte steigen, kann man auch selbst konkret etwas dagegen unternehmen.

 

Körper und Seele warm halten

Nach Angaben der Herzstiftung weisen beispielsweise einzelne Studien darauf hin, dass auch eine zu kalte Wohnung mit für winterliche Blutdruck-Anstiege verantwortlich sein könnte. Als ersten Versuch, die Werte zu senken, gelte es, neben wärmerer Kleidung auf ausreichend geheizte Räume zu achten. Regelmäßige Blutdruck-Messungen geben Aufschluss darüber, ob diese Maßnahmen helfen.

 

Drucksenkend können sich zudem Umstellungen der Ernährung auswirken. Zumindest  bei einem Teil der Bevölkerung hängt der Blutdruck auch von der Salzzufuhr ab. Daher sollte man weniger Salz verwenden. Frisch gekochtes Essen ist Fertigprodukten unbedingt vorzuziehen. Letztere sind bereits vom Hersteller oft mit reichlich Salz zubereitet.

 

Wer im Winter wegen der Kälte und der früheren Dunkelheit weniger Sport treibt, kann ebenfalls mit einem höheren Blutdruck „bestraft“ werden. Denn regelmäßige Bewegung gehörte zu den besten natürlichen Blutdrucksenkern und zählt damit neben einer medikamentösen Therapie zu den wichtigsten Maßnahmen, die helfen. Allerdings sollte man sich im Winter beim Sport nicht nur warm anziehen, sondern wegen der Kälte auch sein Trainingspensum verringern. Treten ansonsten  unbekannte Beschwerden wie Atemnot auf, sollte unbedingt ein Arzt zurate gezogen werden. Dieser kann dann – falls nötig – auch die medikamentöse Therapie höher dosieren, bis die Tage wieder wärmer werden.

 

Hände häufig waschen und pflegen

Herzpatienten gehören zu den besonders gefährdeten Risikogruppen für eine Grippe. Denn diese stellt eine erhebliche Belastung für das Herz-Kreislauf-System dar. Häufiges Waschen der Hände (und zwar jeweils 20 bis 30 Sekunden lang) hilft, das Infektionsrisiko nachhaltig zu senken. Um die Haut nicht über Gebühr zu belasten, sollten die Hände danach allerdings gut eingecremt werden.

 

Schließlicht empfiehlt die Herzstiftung allen Herzpatienten, sich auch  vor psychischen Belastungen durch die Winterzeit in Acht zu nehmen. Denn auch Stress kann sich negativ auf das Herz auswirken. Gerade jetzt sollte man also möglichst gemeinsam mit Anderen besonders viele Dinge unternehmen, die Freude machen. Wer sein Leben aktiv und mit Spaß gestaltet, statt es auf der Couch vor dem Fernseher zu verbringen, tut nicht nur seiner Seele, sondern auch seinem Herzen etwas Gutes! 

 

 

 

 

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