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Immer häufiger erkranken unsere Haustiere an Diabetes mellitus. Ungefähr 0,3 – 1,0 % der Hunde und Katzen zeigen diese Erkrankung der Bauchspeicheldrüse.

Dieses Organ bildet hierbei zu wenig Insulin, wodurch sich Glukose im Blut statt in den Körperzellen anreichert. Diese hungern dann, weswegen der diabetische Patient oft, um seinen Energiebedarf zu decken, mehr frisst. Er nimmt hierbei aber häufig trotzdem ab, da die Nahrung nicht ausreichend verwertet werden kann. Überschüssige Glukose im Blut wird dann im Urin ausgeschieden. Hierfür ist viel Flüssigkeit notwendig, weswegen das Tier mehr trinkt und auch vermehrt Harnabsatz zeigt.

Bei folgenden Symptomen sollte man umgehend seine/n Tierärztin/Tierarzt aufsuchen:
• (Polydipsie)
• Häufiges Urinieren (Polyurie)
• Heißhunger (Polyphagie, bes. Hund)
• Appetitmangel (bes. Katze)
• Gewichtsverlust
• Linsentrübung (Hund)
• Neuropathie der Hintergliedmaße (Katze)

Meist beginnt der Diabetes in der zweiten Lebenshälfte, häufig bei übergewichtigen
Tieren, und auch bei allen Rassen. Diagnostiziert wird Diabetes mittels einer Messung der Blutzuckerkonzentration. Durch Insulin-Injektionen können die vierbeinigen Patienten inzwischen her vorragend behandelt werden. Ein speziell für Hunde und Katzen entwickeltes Insulin wird hierbei ein- bis zweimal täglich verabreicht. Dies erfolgt mit einer Insulinspritze oder mit einem neuen, eigens für die Tiermedizin
entwickelten Pen.
Auch die Fütterung spielt beim Diabetes der Haustiere eine wichtige Rolle. Und in Einzelfällen kann der Diabetes auch wieder verschwinden; hierbei sind, besonders bei Katzen, auch diätetische Maßnahmen von besonderer Bedeutung. Jede/r Tierärztin/Tierarzt kann hierzu entsprechend informieren.
Stress sollte vermieden werden. Besonders bei der Katze erhöht dieser den Blutzuckerspiegel.

Auch verschiedene Arzneimittel wie z. B. Gestagene oder Kortikosteroide sollten bei Diabetes nicht verabreicht werden. Wichtig sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt, um die Insulindosis gegebenenfalls anzupassen. Hilfreich sind auch regelmäßige Aufzeichnungen über Allgemeinbefinden, Trink- und Fress verhalten sowie Gewichtsentwicklung. Zu Hause können die Blutzuckerwerte mittels eines Glukometers kontrolliert werden.

Und keine Sorge, die moderne Tiermedizin ermöglicht auch einem diabetischen Vierbeiner ein weitgehend normales und zufriedenes Leben mit hoher Lebensqualität.

 

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