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Radtouren für Kurzentschlossene

Vor einem Urlaub ist üblicherweise eine ganze Menge Planung angesagt. Doch nicht immer hat man die Zeit oder auch die Gewissheit, Flüge und Hotels schon Wochen oder gar Monate im Voraus buchen zu können. Muss man aber auch nicht unbedingt, vor allem dann, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist. Ein kleines bisschen Planung tut aber auch dem spontanen Fahrradurlaub gut.

 

Malerische Flusslandschaften, Klöster und Burgen am Hügelhang, pittoreske Ortschaften und urige Gaststätten am Wegesrand – es gibt hierzulande viel Schönes, das man am besten mit dem Fahrrad entdeckt. Der Vorteil: Der Drahtesel bringt einen zwar schnell von A nach B, trotzdem kann man immer einen kurzen Halt einlegen, um die Umgebung in sich aufzusaugen.

 

Passen Sie die Länge der Tour Ihrer Fitness an

Die Ansprüche an eine Fahrradtour sind dabei häufig verschieden und außerdem abhängig von einigen grundlegenden Faktoren. Besonders wichtig ist zum Beispiel die körperliche Kondition. Wer öfter im Jahr auch mehrere Tage auf dem Rad unterwegs ist, wird anspruchsvollere Touren unternehmen können als Anfänger, die gerade zu ihrer ersten Radtour überhaupt aufbrechen. Eine Faustregel besagt, dass Anfänger und Gelegenheitsradler in flachem oder auch leicht hügeligem Gebiet zwischen 50 und 80 Kilometer pro Tag bewältigen können – zumindest wenn das Rad richtig eingestellt ist.

 

Gepäck sollte niemals Ballast sein

Von der Länge der Tour und eventuellen Einkehrmöglichkeiten hängt dann auch die Menge an benötigtem Gepäck ab. Oberstes Prinzip bei Fahrradtouren ist immer: Je weniger, desto besser. Trotzdem kann es gerade für Anfänger schwer sein, Wichtiges von Nützlichem oder gar Überflüssigem zu unterscheiden. Glücklicherweise findet man im Internet Packlisten für Eintages- oder auch Mehrtagestouren. Genauso wichtig wie, was man mitnimmt, ist aber auch, wie man es mitnimmt. Bei mehrtägigen Touren verstaut man das Gepäck am besten in speziellen Fahrradtaschen, die am Rahmen des Fahrrads befestigt werden können. Ein Rucksack ist dagegen wirklich nur für kurze Tagestouren geeignet.

 

Mit Kindern wird es etwas komplizierter

Richtig anspruchsvoll wird die Fahrradtour aber erst, wenn Kinder mit an Bord sind bzw. auf dem Sattel sitzen. Die erste Frage hierbei: Fahren die Kleinen im Fahrradanhänger oder im Fahrradsitz mit? Oder sind sie groß und verantwortungsvoll genug, um sich auf ihren eigenen Drahtesel zu schwingen? Was hier möglich oder angebracht ist, wissen die Eltern am besten. Davon unabhängig sollten zumindest die Kinder aber immer durch einen Fahrradhelm geschützt sein – und zwar auch, wenn sie nur Beifahrer sind. Und die Erwachsenen? Die gehen am besten mit gutem Beispiel voran!

 

Nur ordentlich gewartete Fahrräder sind auch sicher

Für die Sicherheit wichtig ist auch die richtige Wartung der genutzten Fahrräder. Wer sich selbst nicht auskennt oder zwei linke Hände hat, sollte das Fahrrad lieber zu einem Profi bringen und dort sagen, welche Tour ansteht. Dann können nicht nur Bremsen, Gangschaltung, Ketten und Licht bereit gemacht werden, sondern auch Dinge wie zusätzliche Reflektoren angebracht oder verschlissene Mäntel ausgetauscht werden. Besonders bequem: Manche Tourenanbieter stellen sogar Leihfahrräder!

 

 

 

 

 

 

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