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Bis(s) aufs Blut

Manche Insekten haben uns zum Fressen gern. Trotzdem sollten wir das nicht persönlich nehmen. Die meisten stechen, wen sie kriegen können. Ob das Blut von einem Hund, einer Fledermaus oder einem Menschen stammt, ist vielen Insekten egal, Hauptsache Warmblüter. Genau da liegt die Krux, denn so werden die Blutsauger häufig auch zu Krankheitsüberträgern. Und die Erreger werden nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern auch vom Tier auf den Menschen übertragen.

 

Das Heer potenzieller Blutsauger ist riesig: Mücken, Fliegen, Milben, Läuse, Wanzen, Zecken, Flöhe, Bremsen und sogar „Sympathieträger“ wie einige tropische Schmetterlinge ernähren sich von Blut. Bei manchen Insekten saugen nur die Weibchen, weil sie das Blut für die Eiablage benötigen. Bei anderen trinken auch die Männchen Blut. Grundsätzlich könnte man den Sechs- oder Achtbeinern das bisschen Lebenssaft ja gönnen, beim Menschen fällt der winzige Tropfen nicht ins Gewicht. Dummerweise gelangen während des Saugvorgangs über die Saugwerkzeuge (meistens ein Stech- oder Saugrüssel) Bakterien, Viren oder andere  Erreger in die menschliche Blutbahn.

 

Vor Stichen schützen  – im Urlaub und zuhause

Leider bleiben Insekten nicht mehr nur in ihrer exotischen Heimat. Immer öfter werden sie „verschleppt“. Wenn es ihnen an ihrem neuen Standort gut gefällt, vermehren sie sich und werden heimisch. Der Klimawandel spielt dabei eine wichtige Rolle. Mittlerweile finden sich in Deutschland Moskitos und Tigermücken, in ihrer Heimat gefährliche Krankheitsüberträger. Noch gibt es hier keine Epidemien, weil es in Deutschland viel weniger Infizierte gibt, deren Blut die Mücken auf andere übertragen könnten. Trotzdem sollte man in Zukunft wachsamer sein und sich konsequenter vor Insektenstichen schützen.

 

Nach dem Waldspaziergang: Zeckenkontrolle

Es sind nicht nur tropische Einwanderer, die hier Krankheiten übertragen. Man denke nur an die Zecken. Das achtbeinige Spinnentier wird von Gräsern und Blättern abgestreift und macht sich dann zielstrebig auf den Weg, um Blut zu saugen. Dabei können Zecken zwei Krankheiten übertragen, Borreliose und FSME. Borreliose kann mit einer Antibiotika-Therapie behandelt werden, gegen FSME hilft nur eine rechtzeitige Impfung. Auch im Herbst gibt es noch keine Zeckenentwarnung.

 

Wer in die Pilze geht, sollte sich anschließend gründlich absuchen. Tipp: Hosen in die Socken stopfen und helle Kleidung tragen. Darauf entdeckt man die unerwünschten Gäste am besten.

 

 

  

 

 

 

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