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Sommertraining für die „grauen“ Zellen

Selten hat sich ein Sommer so befreiend angefühlt wie dieser. Endlich wieder raus, unterwegs, wieder aktiv sein. Ganz ehrlich: Es wurde auch Zeit! Aber nicht nur unsere Muskeln wollen wieder bewegt werden. Auch unsere kleinen grauen Zellen sind bereit für neue Herausforderungen. Gut, dass sich Körper und Verstand gleichzeitig trainieren lassen.

 

Es gibt da so ein Klischee, dass die Menschen, die einen schönen Körper wollen, ins Fitnessstudio rennen, und all jene, die ihren Verstand trainieren, in die Bibliothek gehen. Und so völlig verkehrt ist das vielleicht auch gar nicht. Allerdings lassen sich Physis und Psyche auch gleichzeitig schulen. Mit unserem Gehirn ist es nämlich ganz ähnlich wie mit unseren Muskeln: Wenn wir es nicht benutzen, verkümmert es. Nicht umsonst nennt man Kopfrechnen & Co. auch Denksport. Der Clou dabei: Während der eine Part aktiv ist, kann der andere entspannen.

 

Sport entspannt  das Denken

Wenn wir Sport machen, trainieren wir vor allem unsere Kraft, die Ausdauer und unsere Koordinationsfähigkeit. Den Kopf schalten wir währenddessen oft einfach aus – zumindest meinen wir das. Tatsächlich ist es aber so, dass wir durch körperliches Training auch unsere geistigen Kapazitäten verbessern. Denn der Alltag fordert viel vom Gehirn, da sind die Belastungsgrenzen irgendwann erreicht. Durch Sport können wir die Aktivität aus dem Denkzentrum aber auf das Bewegungszentrum verlagern – und den geistigen „Arbeitsspeicher“ löschen. Wir bekommen endlich mal wieder „den Kopf frei“. Anschließend sind wir erfahrungsgemäß nicht nur entspannter, sondern gleichzeitig auch fokussierter.

 

Leerlauf zum Lernen nutzen

Wenn sich die Muskeln gerade erholen, können wir uns die Zeit wunderbar mit Knobelaufgaben vertreiben. Wie verspielt es dabei wird, hängt ganz von uns selbst ab: Vom nüchternen Sudoku über Wissens-Quiz aller Art bis hin zu fantasievollen Handy-Knobelspielen reicht die Palette von Angeboten, mit denen die Synapsen Funken schlagen. Auch der berühmt-berüchtigte Zauberwürfel kann für meditativen Stress sorgen. Aber übertreiben Sie es nicht! Auch wenn Sie von Denksport keinen Muskelkater bekommen, können Sie Ihren Kopf überanstrengen. Wechseln Sie daher immer wieder die Übungen und machen Sie Pausen. So bleibt Ihnen auch der Spaß an der Sache erhalten.

 

Neue Verknüpfungen durch Koordinationstraining

Mit den besten Trainingseffekt sowohl für den Körper als auch den Verstand erzielen wir jedoch mit Koordinationsübungen. Das kann das Jonglieren mit kleinen Sandsäckchen sein, die zwischen den Bäumen im Park gespannte Slackline oder der altbekannte Hula-Hoop-Reifen. Auch Tanzen verbessert nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit, sondern schafft neue Verbindungen im Gehirn und fördert die Verknüpfung unterschiedlicher Areale. Wichtig ist dabei lediglich, dass wir uns körperlich nicht so weit auspowern, dass schließlich auch der Verstand überhitzt. Denn auch wenn wir gerade nicht wissen, wohin mit der ganzen Energie, ist es doch schön, noch ein bisschen in Reserve zu haben.

 

 

  

 

 

 

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