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Museumsbesuch via Internet

Nicht jeder Mensch weiß einen Museumsbesuch zu schätzen. Längst nicht immer liegt das an mangelndem Verständnis für große Kunst. Häufig sind es einfach die Umstände, die den Besuch vermiesen. Zum Beispiel lange Anfahrten, Warteschlangen und unpraktische Öffnungszeiten. Erschwerend kommt nun auch noch Corona hinzu. Wer angesichts dieser Umstände unter kulturellen Entzugserscheinungen leidet, sollte sich vielleicht zu einem digitalen Museumsbesuch aufraffen.

In Museen gibt es Dinge, von denen man den Staub entfernt hat, die ihr Alter ansonsten aber nicht verbergen können –und das auch gar nicht sollen. Dieses Vorurteil hat zwar einen wahren Kern, nämlich dass manches Museum Relikte vergangener Zeiten hütet und zur Schau stellt. Allerdings sind längst nicht alle Ausstellungsstücke jahrhundertealte Staubfänger. Und auch so manches Museum weist in seinem Design eher in die Zukunft als in die Vergangenheit. Nicht nur, aber auch, um ihre Strahlkraft zu verstärken und ihre Attraktivität für jüngere Menschen zu erhöhen, arbeiten viele Museen auf der ganzen Welt längst daran, ihre Ausstellungen digital verfügbar zu machen.

 

Der Museumsbesucher als Weltenwandler

Corona hat diese Entwicklung sicherlich beschleunigt, denn durch das Gebot des Social Distancing waren bzw. sind Museumsbesuche kaum möglich. Der temporäre Umzug in digitale Sphären kann ein Ausweg aus diesem Dilemma sein. Manche Häuser haben hierfür ihre bedeutendsten Exponate digitalisiert, sodass man sich durch eine virtuelle Galerie der Meisterwerke klicken kann. Andere sind noch einen Schritt weiter gegangen und haben nicht nur ihre Ausstellungsstücke in die virtuelle Welt transponiert, sondern gleich ihre gesamten Ausstellungsräume.

 

Digitaler Museumsbesuch eher Anreiz als Ersatz

Ob ein Streifzug durch die Epochen im British Museum in London, entspanntes Schlendern in Amsterdams prunkvollem Rijksmuseum oder ein schneller Blick auf die Antikensammlung im Pergamonmuseum –das neue Angebot ist nicht nur sehr bequem, sondern dank umfangreichen Begleitmaterials wie Audioguides auch besonders informativ. Zwar wird ein solches virtuelles Erlebnis längst nicht für alle Besucher ein vollständiger Ersatz sein. Zumindest das Grundbedürfnis nach Kultur könnte so jedoch erst einmal befriedigt werden.

 

Links zu den oben genannten Museen:

www.britishmuseum.org/collection/galleries

www.rijksmuseum.nl/en/from-home

www.smb.museum/en/museums-institutions/pergamonmuseum/home/

 

  

 

 

 

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