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Das Wohnzimmer als Sportstudio

Die einen lieben sie, weil sie auf kleinstem Raum nahezu jede Körperpartie trainieren können. Die anderen schätzen den persönlichen Kontakt mit den Trainern, die bei Bedarf nützliche Tipps fürs Workout geben. Und manche genießen einfach das Gemeinschaftsgefühl während des Kardiotrainings in der Gruppe. Die Schließung der Fitnessstudios infolge von Corona hat den Trainingsplan all dieser Menschen gehörig durcheinandergewirbelt. Wer dennoch nicht auf Körperertüchtigung verzichten möchte, kann die heimischen vier Wände ohne viel Aufwand zum provisorischen  Fitnesstempel umbauen.

 

Corona trifft die Fitnessbranche ähnlich hart wie die Gastronomie. Die ersten Studios mussten schon schließen, wie viele noch folgen, bleibt abzuwarten. Insider gehen von einem Viertel bis zu einem Drittel aller Läden aus. Eine Rolle hierbei wird auch die Fähigkeit der Anbieter spielen, Online- und Offline-Angebote miteinander zu verbinden, also Kurse zu streamen oder als App anzubieten, und so Mitglieder bei der Stange zu halten. Die Branche erfindet sich gerade also zumindest in Teilen neu – und entdeckt dabei den einen oder anderen Weg, um auch nach Corona wettbewerbsfähig zu bleiben.

 

Vielfalt des Online-Angebots

Während dieser Online-Kurse zeigen die Trainer neben Kardio-, Koordinations- und Kraftübungen auch Yoga oder Tanzchoreografien. Es wird gezählt und motiviert, die zuschauenden Mitglieder machen die Übungen einfach nach. Fast ist es wie in den 80er-Jahren, der Boomzeit der VHS-Video-Fitnesskurse – wenn es sich denn nicht um ein Live-Angebot handeln würde. Die Trainer haben also auch die Möglichkeit, auf einzelne Kursteilnehmer einzugehen und so etwas wie eine persönliche Beziehung mit ihnen aufzubauen. Ob diese dauerhaft Bestand haben wird, bleibt jedoch abzuwarten.

 

Selbstbestimmt getrimmt

Manche Hobbysportler haben sich aber auch gleich auf das Solo-Training in den eigenen vier Wänden verlegt. Die Gründe hierfür sind so vielfältig wie die Menschen dahinter: Manche mögen einfach das Training in der Gruppe nicht oder haben keine Lust auf feste Öffnungs- oder Trainingszeiten. Andere wollen die Übungen in ihrem eigenen Rhythmus absolvieren – oder nach einer anstrengenden und schweißtreibenden Trainingseinheit einfach bloß in die eigene Dusche steigen und danach sofort in die Couch sinken.

 

Kaum Material nötig

Was die Ausstattung angeht, ist das Heimtraining nicht weiter anspruchsvoll. Fast alle Übungen, für die es im Studio schwere Geräte gibt, kann man mit dem gleichen oder ähnlichen Ergebnis auch ohne oder mit minimalem Materialaufwand absolvieren. Je nach Trainingsart und Ziel kann schon eine bloße Matte ausreichen. Für Kniebeugen und Liegestütz benötigt man ja ohnehin keine Hilfsmittel. Darüber hinaus können aber auch kleine Hanteln, elastische Bänder, eine Klimmzugstange oder Balancekissen nützlich sein.

 

Anleitung schützt vor Schaden

Hardware wie Rudergeräte oder Fahrradergometer kann man übrigens auch mieten. Nur die Haltung wird währenddessen niemand korrigieren, weshalb es selbst für autonom Trainierende, und ganz besonders solche ohne Erfahrung, wichtig ist, den eigenen Übungs- und Bewegungsablauf anhand von Videos oder ähnlichem Anschauungsmaterial zu überprüfen.

 

 

 

 

 

 

 

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