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Jetzt keinen Freizeitstress

Kühle, klare Luft, welkes Laub, das über den Gehweg weht, die Sonne, die immer wieder einmal zwischen den Wolken hervorglänzt – der Spätherbst lockt uns mit seiner ganz eigenen Magie. Nach der Hitze und Hektik des Sommers haben wir nun die Gelegenheit, zu beobachten, wie die Natur allmählich wieder zur Ruhe kommt. Und genau das sollten wir, wenn es uns irgendwie möglich ist, nach diesem turbulenten Jahr auch selbst tun: zur Ruhe kommen. 

Viele Menschen konnten in diesem Sommer nicht wie gewohnt in den Urlaub fahren oder fliegen. Manche mussten sogar ganz zu Hause bleiben. Ein tolles Erlebnis war der Coronasommer wohl für niemanden von uns. Und auch die Herbstferien waren oder sind überschattet von der sogenannten 2. Welle. Aber könnte es sein, dass diese ganze Situation dennoch auch eine gute Seite hatte? Hat uns die Einschränkung der Bewegungsfreiheit neben allen negativen Auswirkungen nicht vielleicht auch etwas ins Bewusstsein gerufen, was wir eventuell nur allzu schnell vergessen: Nämlich, dass Erholung nicht in der Ferne gesucht werden muss, sondern mitunter ganz nah zu finden ist. Denn eigentlich geht es bei Entspannung ja nicht darum, dass wir uns von den Dingen entfernen. Es geht darum, die Dinge von uns zu entfernen, gelassener auf die Welt zu blicken und dabei zu erkennen, dass wir nicht alles kontrollieren können und müssen.

Sie bestimmen, wo es langgeht

Manchmal ist die naheliegendste Art der Entspannung die beste. Außerdem kann diese kurze Ruhe der perfekte Ausgangspunkt sein, um noch allerlei andere Pläne zu schmieden. Also legen Sie sich doch einmal mit einer heißen Tasse Tee auf die Couch und überlegen Sie, wo eine kleine, herbstliche Fahrradtour hingehen könnte. Gerade solche kurzen Aktivitäten, bei denen wir uns draußen in der Natur bewegen, sind ideal, um nicht nur die Immunabwehr zu stärken, sondern auch die geistige Widerstandsfähigkeit, die sogenannte Resilienz. Aber es muss sich ja nicht immer alles um uns selbst drehen. Zeigen Sie doch zum Beispiel Ihrem Hund zur Abwechslung mal ein ganz unbekanntes Fleckchen Wald und Wiese, das es zu erkunden gilt. Bestimmt entdecken dabei auch Sie das eine oder andere Neue oder Schöne – und wenn es „nur“ die Herbstsonne ist, die durch die gelbrot gefärbten Blätter scheint. Selbst bei grauer Wolkendecke und Regen gibt es bestimmt noch das ein oder andere gemütliche Plätzchen, das Sie genießen können. Vielleicht ja sogar im wahrsten Sinne des Wortes zusammen mit einem wachmachenden Heißgetränk im Café um die Ecke. Und wenn Sie bei diesen Überlegungen irgendwann feststellen, dass Sie zu all dem gar keine Lust haben und auf der Couch vollkommen zufrieden sind, dann machen Sie eben einfach ein kleines Nickerchen. Wer die Ruhe schon gefunden hat, muss sie ja schließlich nicht mehr suchen.

 

 

 

 

 

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