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Wohnen im Alter: Das Seniorenstift

Altenheime sind während der letzten Jahre und Monate immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt – leider meist wegen schlechter Pflegebedingungen oder dramatisch hoher Infektionszahlen mit dem Corona-Virus. Ein wesentlich besseres Image haben dagegen Seniorenresidenzen. Sie warten mit einer gehobenen, manchmal sogar luxuriösen Ausstattung sowie attraktiven Freizeit- und Kulturangeboten auf. Ihr größter Nachteil: der ebenfalls „gehobene“ Preis.  

 

Wer sich erkundigt, wie der Lebensabend im Seniorenstift aussehen könnte, darf nicht vergessen, dass die Begriffe „Seniorenstift“ und „Seniorenresidenz“ vom Gesetzgeber bisher nicht rechtlich bindend definiert wurden. Von Beschreibungen, die die entsprechenden Bezeichnungen enthalten, sollten sich Interessenten also nicht blenden lassen. Neben einer professionell geführten Einrichtung mit umfangreichem Leistungsangebot und attraktivem Ambiente könnte es sich genauso gut um ein ganz normales Pflegeheim oder einfaches „Betreutes Wohnen“ handeln. Relativ einhellige Kriterien und Qualitätsbeschreibungen, was eine Seniorenresidenz im Grunde genommen ist bzw. was sie ihren Bewohnern bieten sollte, gibt es aber trotzdem.

 

Von elegant bis luxuriös

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Pflegeheim bietet eine Seniorenresidenz den Bewohnern eine überdurchschnittliche Ausstattung. Diese findet sich sowohl in den gemeinsamen Wohn- als auch in den Privaträumen. Darüber hinaus kann eine solche Einrichtung, die übrigens meist unter privater Trägerschaft steht, auch mit einem Schwimmbad, einer Sauna, einem Fitnessraum oder anderen besonderen Räumlichkeiten wie beispielsweise einem Kaminzimmer oder einer Bibliothek ausgestattet sein. Für manche Träger gehört auch eine Kapelle zum Leistungsspektrum dazu. Zudem gibt es meist auch einen Pflegeservice, dessen Betreuung abhängig von der jeweiligen Einrichtung von ambulanter Pflege bis hin zum vollstationären Service reichen kann. Auch angeschlossene Arztpraxen oder Physiotherapeuten sind keine Seltenheit. Daher sollten sich Interessenten bereits im Vorfeld ganz genau informieren, welche Leistungen in welchem Umfang zur Verfügung stehen.

 

Leider Kein billiges Vergnügen

Das alles will natürlich bezahlt werden, weshalb die meisten Seniorenstifte einen Pauschalpreis erheben. Dieser Pauschalpreis liegt in der Regel deutlich über den Preisen für ein normales Pflegeheim und beginnt am unteren Ende bei circa 1.500 Euro. Abhängig von der Größe der Wohn- und Aufenthaltsräume, deren Ausstattung und den enthaltenen Leistungen können für einen Platz aber auch etliche tausend Euro pro Monat draufgehen. Durch die Pauschale wohnen die Senioren dann zwar „all inclusive“, dafür zahlen sie mitunter aber auch für Leistungen, die sie gar nicht oder kaum in Anspruch nehmen, beispielsweise die Sauna oder den Fitnessraum. Wie beim Wohnungs- oder Hauskauf gilt also auch bei einer Seniorenresidenz: Überlegen Sie sich genau, wie viel Kapital Sie zur Verfügung haben und welchen Service Sie sich wünschen. Mit derlei klaren Vorstellungen werden Sie mit etwas Geduld sicherlich das passende Haus für sich finden.

 

 

 

 

 

 

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