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Abschalten im Hunsrück

Der westliche Teil der deutschen Mittelgebirge hat es in sich: Von vier großen Flüssen umflossen, steckt die urwüchsige Region voller natürlicher Überraschungen. Intakte Landschaften, blühende Wiesen, schattige Wälder, sanfte Höhenzüge und verwunschene Hochmoore ziehen Besucher in ihren Bann. Bestens angelegte Wanderwege und Radrouten sowie etliche kulturelle Kleinode wie kulinarische Köstlichkeiten machen einen Ausflug in den Hunsrück zum Rundum-Erlebnis.   

 

Er ist nur etwa 120 Kilometer lang und knapp 50 Kilometer breit und dabei keinen Zentimeter langweilig: der Hunsrück. Dort leben gerade mal so viele Menschen wie in Ulm oder Offenbach (rund 125.ooo). Gut für die Natur. Deshalb verwundert es auch nicht, dass es fernab von Industrie und lärmigen Großstädten zwei reizvolle Naturparks und einen wild belassenen Nationalpark namens „Hunsrück-Hochwald“ gibt.

Mit gewaltigen Buchenbäumen und bizarren Moorbirken, die noch bizarrere Hang- und Quellmoore umrahmen, während scheue Wildkatzen über moosbewachsene Felsen klettern. Kaum weniger spektakulär sind die Naturparks „Saar-Hunsrück“ und „Soonwald-Nahe“. Neben Dachs und Haselhuhn fühlt sich auch dort die Wildkatze wohl, und auf den Wiesen blühen Narzissen und Orchideen in herrlicher Farbenpracht. 

 

Traumhaft wandern

Apropos Wandern: Im Hunsrück gibt es unzählige Wanderwege. Etwa die „Traumschleife Saar-Hunsrück“. Ein dichtes Netz schmaler Rundwege zwischen 6 und 20 Kilometern Länge führt entlang an plätschernden Bächen und markanten Felsen. Oder der 83 Kilometer lange Premiumweg Soonwaldsteig. Er schlängelt sich durch den Naturpark Soonwald-Nahe, vorbei an auf Höhen thronenden Burgen, immer auf den Spuren der Kelten und Römer und der sagenumwobenen Zeit des Mittelalters. Und mit dem Ausoniuswanderweg verfügt der Hunsrück sogar über einen Pilgerweg, besser bekannt als der „Hunsrücker Jakobsweg“.  Nicht minder ansprechend ist das gut ausgebaute Radwegenetz, wie der gemütliche Hunsrück-Radweg oder der an einer ehemaligen Dampflok-Trasse entlang führende Schinderhannes-Radweg. Es gibt aber auch anspruchsvolle Radrundstrecken für Mountainbikes. 

 

Längste Hängepartie

Sie ist 360 Meter lang, schwindelerregende 100 Meter hoch und sie spannt sich nicht über ein Tal der Alpen – nein, die längste Hängeseilbrücke Deutschlands lockt Wagemutige mitten im Hunsrück über das Mörsdorfer Bachtal. Dabei schwingt sich die „Geirlay-Hängeseilbrücke“ von einem Brückenkopf zum nächsten und ist mit ihren 40 Millimeter starken Tragseilen ein Höhepunkt für alle schwindelfreien Wanderer. Das Kunstwerk für Wagemutige schließt direkt an den 410 Kilometer langen Fernwanderweg Saar-Hunsrück-Steig an (www.hunsruecktouristik.de).

 

 

 

 

 

 

 

 

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