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Urlaubsgrüße von nebenan?

Für einen Gruß vom Ende der Welt nach Hause reicht es momentan eher noch nicht. Aber immerhin ist Reisen in die meisten Ecken Europas wieder möglich. Die sind bekanntlich auch nicht zu verachten. Und wer jetzt dorthin reist, hat mit etwas Glück leere Strände und viel Platz in Tourismus-Metropolen. Ansonsten geht der Trend auf Abstand und somit in Richtung Natur und Ruhe.

 

Schön aber hoffentlich kein Dauerzustand: In aller Gemütsruhe über den Markusplatz in Venedig schlendern, in einer traumhaften Bucht Mallorcas mit weitem Abstand zum nächsten Sonnenschirm eine Siesta halten, oder einsam auf einem der zahlreichen Dreitausender Gipfel in der Schweiz durchatmen. Was einen besonderen Reiz ausübt, wird vermutlich bald schon wieder bzw. ist – je nach Coronalage - bereits erneut belebter. Viele Touristen sind verunsichert oder verängstigt. Doch wer genügend Abstand hält und Hygieneregeln einhält, kann seine Auszeit ruhig genießen.         

 

Das erste Mal

Seit Lockdown und Quarantäne, seit man sich fast von einem auf den anderen Tag plötzlich in der neuen Corona-Welt zurechtfinden musste, gibt es endlich wieder ausreichend Perspektiven und Optionen für alle Freunde des Verreisens. Gefragt sind momentan Trips in die „nahe Ferne“. Meist mit dem eigenen Auto, Wohnwagen oder Caravan. Nachdem fast alle EU-Staaten „füreinander wieder offen“ sind, hat der deutsche Urlauber auch in der nahen Ferne reichlich Auswahl. Am sichersten erscheinen dabei die direkten Nachbarn, muss man doch nicht gleich durch mehrere Länder; beruhigend im Fall neuerlicher Grenzschließungen oder gar Lockdowns. Das sind Dänemark, die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, die Schweiz, Österreich, Tschechien und Polen. Eine breite Palette. Eine, bei der (fast) alles dabei ist: Nord- und Ostsee, der Atlantik und das Mittelmeer, etliche Seen, große Flüsse, das Mittelgebirge, die Alpen, die Pyrenäen, Naturparks und reichlich Wälder so fern das Auge reicht.

 

Bella Italia

Wer übrigens schon mal in Österreich ist, kommt schnell über den Brenner nach Italien, das Land, in dem die Zitronen wachsen. Dort herrschte eher noch Ruhe – an der Goldenen Brücke in Florenz ebenso wie vor dem Vatikan in Rom oder an den Stränden der Adria. Damit ankommen und sich gleich wohlfühlen wieder klappt, setzt man nicht zuletzt am Stiefel Europas auf „sichere touristische Hotspots“. Mit strengen Abstandsregeln, Plastiktrennwänden, Maskenpflicht sowieso und einem Argusauge auf genügend Platz in Hotels wie am Strand. Wem das nicht zu viel Abstand und Gebote sind, der kann sich beruhigt in die Sonne legen oder einige der unzähligen Kulturhöhepunkte besichtigen. Ab August kommen allerdings häufig auch die „Hundstage“ – und eine Besichtigungstour durch Rom wird dann sehr schweißtreibend. Wie wäre es stattdessen mit einem Trip ins Hochgebirge? Da locken neben Südtirol die Schweiz und Österreich naturgemäß mit einer Menge Alpinem. Es muss ja nicht gleich das Matterhorn oder der Großglockner sein. Frische Luft und wenig Keime gibt es genauso in gemäßigteren Höhen oder etwas entlegeneren Alpentälern. Ein Trend in diesem (Corona-) Sommer sind – nicht nur in den beiden Alpenstaaten – Wandern, Biken, Kanu fahren und Stand-up-Paddeln sowie überhaupt Wassersport. Alles möglichst in ruhigen Gewässern und in weiter Natur. Motto: mit Abstand lässt sich am besten Sport treiben. Selbst Angeln kommt wieder in Mode, so allein fischt es sich schließlich ganz entspannt.               

 

Unser Tipp: kurz vor oder mit Reiseantritt nochmal die aktuelle Lage am Zielort abfragen. Ständig auf dem neuesten Stand ist man unter folgenden Internetadressen: www.adac.de sowie www.auswaertiges-amt.de

 

Vorsicht: Virus könnte mitreisen

Wer es sehen will, braucht ein Elektronenmikroskop. Das Covid-19 Virus ist mit 60 bis 160 Nanometern Größe derart winzig, dass einem schnell klar wird, wieso es sich so gut verbreitet – es kommt buchstäblich durch alle Ritzen. Da stellt sich natürlich die Frage: wie sicher ist man vor diesem Keim, wenn man doch so „mutig“ ist und fliegt, oder per Eisenbahn nach Venedig oder Wien gondelt? Momentan wird über die Gefahr beim Fliegen wie Zugfahren recht kontrovers diskutiert. Das deckt sich mit dem allgemeinen Wissenstand. Das Risiko scheint niedrig. Am Besten baut man selbst vor und hält sich unbedingt an die geltenden Hygienetipps und Sicherheitsvorschriften. 

 

 

 

 

 

 

 

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