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Sommerliche Plagegeister

Wenn wir im Sommer vor die Tür gehen, werden wir schon sehnsüchtig erwartet. Nämlich von allerlei durstigen Parasiten, für die wir in etwa die Entsprechung eines wandelnden, kühlen Drinks sind.

 

Manche Insekten stechen uns aus bloßer Notwehr. So greifen beispielsweise Wespen oder Bienen in der Regel nur an, wenn sie sich durch uns bedroht fühlen. Werden wir von ihnen gestochen, handelt es sich also im Grunde um einen bedauerlichen Unfall, der bei Menschen ohne Allergie außer einer juckenden Beule auch ohne Folgen bleibt.

 

Klimawandel und neue Gefilde

Anders sieht es bei Stechmücken aus. Die tun sich an unserem Blut vor allem deshalb gütlich, weil sie die darin enthaltenen Nährstoffe zur Fortpflanzung benötigen. Allerdings tauchen hierzulande wegen des Klimawandels auch vermehrt Mückenarten auf, die hier bisher nicht heimisch waren – und gefährliche Krankheiten übertragen können. So ist es in Südeuropa nachweislich schon zu Fällen gekommen, in denen Menschen durch einen Mückenstich zum Beispiel mit dem Zika-Virus infiziert wurden. In Zukunft könnte es also durchaus auch bei uns zu solchen Ansteckungen kommen.

 

Schmerz- und lautlose Jäger

Ähnlich gefährlich können Zecken sein, die unser Blut ebenfalls zur Bildung ihrer Eier benötigen. Die bekanntesten Erreger, die durch Zecken übertragen werden, sind das FSME-Virus und Borreliose-Bakterien. Deshalb ist es wichtig, Haut und Kleider nach einem Spaziergang durch den Wald oder über Wiesen nach Zecken abzusuchen. Wurde man gestochen, sollte man die Zecke möglichst zügig entfernen, am besten mit einer Pinzette oder speziellen Zeckenkarte. Je nach Region kann auch eine Zeckenschutz- impfung sinnvoll sein. Fragen Sie einfach Ihren Hausarzt.

 

Ungefährlich, aber unangenehm

Nicht als Krankheitsüberträger, aber als echte Plagegeister sind die nur  0,3 Millimeter großen Larven der Grasmilben bekannt. Diese kleinen Verwandten der Zecke sind von Frühling bis Herbst aktiv und lieben sonnige Wiesen. Dort warten sie auf einen Wirt, meist Wildtiere, denen sie den Zellsaft abzapfen. Kostverächter sind sie aber nicht, weshalb auch wir auf ihrem Speiseplan stehen. Der Juckreiz, den sie durch ihren Biss verursachen, ist äußerst unangenehm und hartnäckig. Hier ist Beherrschung angesagt, sonst drohen durch Aufkratzen der juckenden Stellen Infektionen.

 

 

 

 

 

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