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Frustessen, nein danke!

Nicht nur Liebe geht durch den Magen, sondern leider auch die weniger schönen Gefühle, zum Beispiel Unbehagen oder Frust. Erst recht, wenn man, wie viele in den letzten Wochen, den größten Teil des Tages zu Hause verbringt und damit sehr nah am Kühlschrank. Ein paar Kniffe gegen unnütze Kilos.

 

Aktiv sein

Wer beschäftigt ist, denkt weniger ans Essen. Was würden/möchten Sie tun, nachdem Sie das Schokoladenstück gegessen haben? Tun Sie’s einfach gleich – ohne Zwischensnack.  Und gönnen Sie sich einen gesunden Snack, wenn Sie Ihr Vorhaben abgeschlossen haben.

Gestalten Sie auch Ihre Freizeit aktiv, anstatt aus Langeweile die Süßigkeitenvorräte zu plündern oder vor dem Fernseher zu essen. Treffen Sie sich mit Freunden (wenn’s sein muss telefonisch) oder bewegen Sie sich – in der Wohnung oder noch besser an der frischen Luft.

 

Strukturen schaffen

Vor allem für Menschen im Home Office gilt: Strukturieren Sie Ihren (Ess-)Alltag, räumlich und zeitlich. Richten Sie sich einen festen Arbeitsplatz ein – und wählen Sie dazu auf keinen Fall das Sofa, auf dem Sie abends entspannen möchten. Auch essen sollten Sie im Idealfall in einem anderen Zimmer. Wenn das nicht geht, zumindest in einem anderen Winkel.

Snacks sollten am Arbeitsplatz auf keinen Fall sichtbar oder greifbar sein, denn das verlockt unnötig.

 

Anders trösten

Essen als Trösterchen ist nichts Neues. Ob Stress mit der Arbeit, Knatsch in Familie und Freundeskreis oder auch schiere Langeweile – ein kleiner Snack verschafft der gebeutelten Seele für ein paar Minuten wohlige Ruhe.  Dumm nur, dass die Probleme danach gleich wieder da sind. Suchen Sie lieber Halt bei Familie und Freunden. Reden Sie mit ihnen über Ihre Ängste und Nöte. So lassen sich negative Gefühle besser verarbeiten als durch Essen. Stress wiederum lässt sich am besten mit Bewegung abbauen, wenn möglich in freier  Natur, oder mithilfe von Entspannungstechniken wie progressiver Muskelentspannung oder Yoga. 

 

Anders belohnen

Essen ist zwar Genuss, aber sich mit Essen zu belohnen ist auf Dauer nicht gesund. Machen Sie sich lieber eine Liste mit Dingen, die Sie ansonsten gerne mögen. Ein Schaumbad? Musik hören? Etwas Spannendes lesen? Freunde treffen (notfalls virtuell)? Eine Tasse Tee zelebrieren? Schaffen Sie neue, gesündere Gewohnheiten, sich zu belohnen.

 

Hunger und Hunger unterscheiden

Viele Menschen kennen das eigene Gefühl von Hunger gar nicht (mehr). Wer wirklich einmal einen Tag lang nichts isst, spürt aber schnell, dass sich Hunger nach Nahrung anders anfühlt als seelischer Hunger – der auch anders gestillt werden will.

Geben Sie also nicht jedem „Hungergefühl“ sofort nach, erst recht nicht, wenn die letzte Mahlzeit nur ein bis zwei Stunden zurückliegt. Warten Sie lieber öfter mal, bis der Magen knurrt. 

 

Gesund knabbern

Falls Sie doch zwischendurch etwas knabbern „müssen“: Meiden Sie die Versuchung. Lagern Sie gar nicht erst Schokolade, Chips und Co in heimischen Regalen. Sondern bereiten Sie stattdessen gesunde Snacks vor, zum Beispiel zugeschnittene Obst- (Apfel, Banane, Trauben) oder Rohkosthäppchen oder kleine Stückchen Vollkorn-Knäckebrot.

 

Schlau trinken

Ein erwachsener Mensch sollte pro Tag rund eineinhalb Liter Flüssigkeit trinken, rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Am besten eignen sich dazu Mineralwässer, ungezuckerte Kräuter- oder Früchtetees oder Saftschorle. Wer davon reichlich trinkt, fühlt sich zudem satter, ohne unnötige Kalorien zu sich zu nehmen. Warum also nicht eine Tasse Rooibos-Tee gegen den Süßhunger? Oder ein anregendes Zitronen-Ingwer-Wasser gegen die Schlappheit?

 

 

 

 

 

 

 

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