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Für die Therme schwärmen

Thermalwasser nutzten schon die alten Griechen und Römer – und dies aus gutem Grund, enthält das warme Wasser aus der Tiefe doch viele Mineralstoffe und ist zudem gegen vielerlei Leiden wirksam. Heutzutage bieten Heilbäder in Deutschland und Österreich nahezu jeden Luxus und etliche Therapiemöglichkeiten. 

 

Bereits in der Antike errichteten die Römer auf deutschem wie österreichischem Boden Thermen, etwa die berühmte Kaisertherme in Trier. Derzeit gibt es mehr als 350 deutsche Heilbäder und viele Kurorte („Bad“) sowie 131 Mineral- und Thermalquellen, beim Nachbarn Österreich gibt es 43 Thermen, ebenso etliche Kurorte und Hotels. Beispiel Bad Ischl, wo schon Kaiserin Sissi zur Kur weilte. 

 

Reichlich Auswahl oder die Qual der Wahl. Besonders zahlreich sind diese Orte mit dem Attribut Bad in Deutschland im Schwarzwald, am Rheingraben, in Franken und in Niederbayern, in der Alpenrepublik im Burgenland, Kärnten oder der Steiermark. Aber auch in den meisten anderen Regionen wird man fündig.

 

Heilsames Nass

Aber was macht eigentlich den Unterschied zwischen „ordinärem“ Wasser und Thermalwasser aus? Es muss mit mindestens zwanzig Grad Celsius entspringen und – vor allem – zahlreiche Mineralstoffe enthalten. So sprudelt das warme Wasser in Aachen mit 74 Grad Celsius aus dem Untergrund ans Tageslicht, in ihm gelöst sind ganz verschiedene Mineralien, jede Thermalquelle hat da so ihre eigene Zusammensetzung. Manche sind besonders reich an Magnesium, andere mit Calcium gesättigt, bei wieder anderen ist es vorranging Kalium, je nach Gestein und Region. Heilende Wirkung wird auch Thermalbädern zugeschrieben, die einen hohen Gehalt an Schwefel haben, oder die besonders radonhaltig sind. Und von „Thermensäuerling“ spricht man, wenn das Wasser mehr als ein Gramm frei gelöstes Kohlenstoffdioxid pro Liter enthält.

 

Es steckt also heilsame Kraft in diesem Nass. Generell hilft es gegen chronische Gelenkerkrankungen aller Art, gegen schlappe Muskeln, bei Kreislaufbeschwerden wie Durchblutungsstörungen, kurbelt den Stoffwechsel an und ist oft wirksam bei verschiedenen Hauterkrankungen oder Allergien. Mitunter kann ein Aufenthalt im gesunden Nass auch ganz schön anstrengend sein – weshalb etwa im Fall einer Herz-Kreislauferkrankung vorher besser der Arzt gefragt werden sollte.

 

Thermen-Tempel

Moderne Thermalbäder bieten ihren Gästen weit mehr als bloßes Treiben im heilsamen Wasser: Wellenbäder, Sportbecken, Sauna, Dampfbad, Solebäder, Fitnessbereiche und Massagezentren, Restaurants und Bars – oft warten regelrechte Wellnessoasen auf den Besucher, Palmen und Hängematten oder ein kleiner Sandstrand wecken das perfekte Urlaubsgefühl.  

 

 

 

 

 

 

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