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Graubünden – Schweizer Kanton mit tollem Wetter

Graubünden ist alles andere als grau – je nach Region scheint die Sonne über 300 Tage pro Jahr. Aber längst nicht nur wegen des guten Wetters ist das Schweizer Kanton so beliebt. In dieser südöstlichen Gegend Helvetias ist die Natur noch intakt, und dennoch bleibt kein Wunsch rund um Winter- und Bergsport unerfüllt. Asthmatiker und alle von Ballungszentren Geschädigten können in der in der klaren, reinen Bergluft wunderbar durchatmen. Was steht somit Aktivferien in Arosa und Lenzerheide, Chur, Davos, Flims und Laax, St. Moritz oder in ruhigen Bergdörfern des Bergells im Wege?

 

Bereits die Fahrt mit der Rhätischen Bahn auf der UNESCO-Welterbe-Strecke Albula-Bernina ist einen Besuch des Bündnerlands wert. Die Ski im Gepäck geht es von Chur über Thusis nach St. Moritz. Auf dem Weg hinauf in das rund 1.800 Meter gelegene Hochtal kommt der Zug über eine der spektakulärsten Strecken der Welt. Er gelangt über wilde Schluchten, Landwasserviadukte und durch wunderschöne Landschaften, stets vor der grandiosen Kulisse der Drei- und Viertausender ins Oberengadin.     

 

Hoch hinaus

Ausstieg St. Moritz. Eines der mondänsten Skigebiete der Welt. Champagnerklima und Champagner in den Gläsern. Aber das ist eigentlich ein Klischee. Denn der Nobelort und seine Nachbargemeinden (Pontresina, Samedan, Silvaplana und Sils) punkten vor allem mit einem: atemberaubende Landschaften und erstklassige Wintersportmöglichkeiten. Auf der Corviglia direkt über dem legendären Ort genauso wie auf der anderen Seite, dem Corvatsch oder auf der Diavolezza. Ein Höhepunkt für alle Tourengeher sind die Abfahrten vom Piz Palü (3.901 Meter) hinunter über den Morteratsch-Gletscher oder Skihochtouren auf den Piz Bernina (4.049 Meter). Wer nicht so hoch hinaus mag: Langlaufen über die erstklassig gespurten Loipen von Maloja hoch bis nach Pontresina ist ein echter Tipp für das Auge sowie für eine stählerne Kondition.

Nach einigen Skitagen unter der Sonne des Oberengadins fahren wir wieder mit dem „Schweizer Bähnli“. Dieses Mal bringt uns der Bernina-Express vorbei an den glitzernden Gletschern der Piz Bernina (4.049 Meter) und immer entlang an der höchsten Bahntransversale der Alpen über den Bernina-Pass auf 2.253 Metern. Danach hinab und durch das romantische Valposchiavo bis ins italienische Tirano.

 

Abfahrten für jeden Anspruch

Weiter geht es nach Arosa und Lenzerheide, seit zwei Jahren ein zusammenhängendes Skigebiet. Und was für eines – über 225 Pistenkilometer und ausreichend Abfahren für jeden Anspruch, ob „blau“ für Anfänger, „rot“ für Fortgeschrittene oder „schwarz“ für die Cracks. Apropos Könner: Für die ist die Abfahrt vom Rothorn (2.865 Meter) hinunter nach Parpan (1.493 Meter) ein Abfahrtsrausch der ersten Güteklasse. Das Doppelskigebiet ist ein Magnet für Freerider. Fernab präparierter Pisten geht es dabei vom Parpaner Rothorn oder vom Weisshorn Arosas pulvrig ins Tal. 

 

Die gute Luft

Graubünden oder auf rätoromanisch „Grischun“ thront im Massiv der Alpen und die meisten Orte liegen auf einer Höhe zwischen gut 1.000 bis 2.000 Metern Meereshöhe. Die saubere Höhenluft in den zahlreichen Luftkurorten ist nicht nur für Asthmatiker, Allergiker und Lungenkranke ein Gesundbrunnen. Etwa der beliebte Luftkurort Davos, in dessen Nähe sich der berühmte „Zauberberg“ von Thomas Mann befindet – und wo es sich auch erstklassig Wintersport treiben lässt. Im wahrsten Sinne des Wortes bietet Graubünden so eine weitgehend intakte Bergwelt. Auch wird hier im Gegensatz zu vielen anderen Wander- und Wintersportregionen der Alpen auf aktiven Schutz und Bewahrung der Natur geachtet. Wälder weichen nicht einer weiteren Piste, Straßen werden nicht einfach durch Landschaftsschutzgebiete gebaut.

 

Übrigens: Im am dünnsten besiedelten Schweizer Kanton (nur 28 Einwohner pro Quadratkilometer) gibt es gleich drei Amtssprachen: neben Deutsch auch Rätoromanisch und Italienisch.

 

 

 

 

 

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