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Reisen ohne „Flugscham“

Spätestens seit den „Friday for Future“-Demonstrationen ist klar: Jeder Einzelne muss sich fragen, welchen ökologischen Fußabdruck er auf unserem Globus hinterlässt. Besonders schlecht sieht die Ökobilanz beim Fliegen oder bei Kreuzfahrten aus. Was gilt es zu beachten, wenn man nachhaltig reisen und Urlaub machen will?

 

Gleich vorweg sei gesagt: Eine Auszeit, mal etwas anderes sehen von der Welt, sollte sich jeder, der es kann, gönnen. Out ist  allerdings „Reisen um jeden (Umwelt-)Preis“, in dafür, dass man gerade auch als Tourist an die Umwelt denkt.    

 

Nachhaltig(er) reisen

„Erst umweltschonend nachdenken – dann buchen“. So in etwa könnte die Formel für faires Reisen ab sofort lauten. Muss es zum Beispiel unbedingt eine Kreuzfahrt sein?  (so lange sie nicht mit Gasantrieb etc. ausgerüstet werden)

 

Negativ zu Buche schlagen insbesondere die zahlreichen Kurzstrecken mit dem Flugzeug. Meist sind Bus und Bahn die bessere Alternative im Hinblick auf nicht allzu viele Emissionen.  Apropos kurze oder lange Distanzen – Nähe sollte stets vor Weite gewählt werden. Es muss ja nicht unbedingt der Wellnesstrip nach Zypern sein, auch die nahegelegenen Kurorte bieten schließlich jeden Komfort und schöne Landschaften.

 

Am Traumziel selbst gilt dann, was für zu Hause ebenso gelten sollte – nämlich umweltgerechtes Alltagsverhalten (Müll und insbesondere Plastik vermeiden, Wasser und Energie sparen etc.). Die Umweltbilanz schönt dabei zusätzlich, wer statt mit dem Mietwagen zu Fuß oder per Fahrrad die Gegend erkundet, oder wer auf öffentliche Transportmittel statt Taxi setzt.        

 

„Atmosfair“ fliegen

Mit Blick auf Fernziele ist es natürlich zumeist unsinnig, etwa nach Indien mit der Bahn kommen zu wollen, es sei denn man ist Globetrotter und auf Weltreise. Aber auch schon bei zahlreichen Trips Richtung Süden rechnen sich Bahn oder Auto nicht unbedingt. Wer also notgedrungen mit dem Kerosinbomber in den wohlverdienten Urlaub düst, kann seine klimanegative Bilanz dennoch wieder etwas aufbessern. Zum Beispiel, indem man weniger fliegt, auf Kurztrips mit dem Flieger generell verzichtet – sei es eine Städtereise nach Paris oder der Kurz-Urlaub an den Strand. Geht es somit nur selten pro Jahr in die Luft, ist schon viel gewonnen. Mit Fernflügen sollte man besonders knausern und zumindest einen langen, lohnenden Aufenthalt einplanen.

 

 

Unser Tipp: Berechnen Sie Ihren persönlichen CO²-Fußabdruck im Internet unter www.atmosfair.de – gleich ob es mit Flugzeug, Schiff, Auto oder Bahn in die Ferne geht – und spenden Sie den berechneten Betrag (es gibt dafür ein Zertifikat und eine Steuerbescheinigung). Das dient einem guten Zweck – denn das Geld wird an anderer Stelle für Klimaschutzprojekte eingesetzt, für Aufforstung oder Solarenergie, aber auch zur Armutsbekämpfung. Rechenbeispiel dazu ist ein Flug von Frankfurt nach Las Palmas auf die Kanaren und zurück – das kostet rund 39 Euro „Umweltablasshandel“.

 

 

 

 

 

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