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Keimrisiko beim Baden

In vielen heißen Sommern müssen vereinzelt Badeseen gesperrt werden, weil die Keimbelastung die Gesundheit gefährden könnte, denn  leider schätzen nicht nur Badegäste die Wärme.

 

Grundsätzlich ist die Wasserqualität in deutschen Seen und Schwimmbädern gut. Aber wenn die Wassertemperatur steigt, kann auch die Zahl der Erreger steigen. Besonders Darmbakterien sind problematisch. Deshalb wird die Wasserqualität anhand der Konzentration von E-coli-Bakterien und Darm-Enterokokken bestimmt. Sie zeigen an, ob Fäkalien in das Gewässer gelangt sind und damit auch potenzielle Krankheitserreger. Verunreinigtes Wasser kann zu Hautausschlägen, Augen- und Ohrenentzündungen – im Sommer ist die sogenannte Bade-Otitis häufig –, Blasen- oder Scheidenentzündungen, aber auch zu Durchfällen führen. Wenn also ein Badeverbot ausgesprochen wird, ist es im eigenen Interesse, es zu beachten. Doch worauf sollte man achten, wenn am See kein Hinweisschild steht?

 

Nicht mit Enten baden und möglichst wenig Wasser schlucken

Da sich das Bakterienleben im mikroskopischen Bereich abspielt, sehen auch verschmutzte Gewässer oberflächlich gut aus. Im Internet kann man sich aber vorab über die aktuelle Wasserqualität des ausgewählten Badeziels informieren, beispielsweise beim Umweltbundesamt. (https://www.umweltbundesamt.de/wasserqualitaet-in-badegewaessern) Doch manche Zeichen lassen sich auch so deuten.

 

In Seen, die sich Badegäste mit einer großen Schar Enten oder Gänse teilen müssen, ist Vorsicht geboten. Denn die Vögel entleeren ihren Darminhalt ins Wasser. Das kann bei Schwimmern zu Durchfallerkrankungen führen. Enten tragen auch dazu bei, dass sich Zerkarien (Larven von Saugwürmern) im Wasser entwickeln, die Pusteln, Quaddeln und Juckreiz auslösen, weil sie sich in die Haut bohren. Sie sind zwar vergleichsweise harmlos und sterben schnell wieder ab, aber sie sind unangenehm. Wasser mit sogenannten „Blaualgen“ ist ebenfalls problematisch, denn die können Übelkeit, Durchfälle und Hautreaktionen auslösen. Derart belastete Gewässer sollte man meiden.

 

Und egal, wie sauber das Wasser wirkt, ist es grundsätzlich besser, beim Plantschen und Schwimmen möglichst wenig davon zu verschlucken, um keine Krankheitserreger aufzunehmen. Anschließendes Abduschen kann auch nicht schaden.

 

 

 

 

 

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