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Zecken und Milben auf der Sommerwiese

An der Frage, wie gepflegt ein Garten sein sollte, scheiden sich die Geister. In einer Hinsicht zahlt sich ein gepflegter Garten aber ganz sicher aus: Je kürzer das Gras und je gestutzter die Hecken, desto weniger bissige Plagegeister lassen sich dort nieder.

 

Vor allem im Juni und Juli treiben die Larven der Grasmilbe, auch Herbstgrasmilbe, Erntemilbe oder Heumilbe genannt, ihr Unwesen – und zwar besonders gerne in hohem Gras und auf bodennahen Pflanzen. Mit dem Auge sind die winzigen Tierchen kaum zu entdecken. Ihr Biss ist dafür umso lästiger: Bis zu einer Woche lang kann er sehr stark jucken. Zwar ist bislang nicht bekannt, dass Grasmilben-Larven Krankheiten übertragen, allerdings können durch Aufkratzen der juckenden Stellen Entzündungen entstehen. Nicht nur lästig, sondern potenziell auch gefährlich ist die ab einer mittleren Temperatur von fünf bis sieben Grad Celsius aktiv werdende Zecke. Wie die Larven der Grasmilbe fühlt sie sich vor allem auf ungemähten Wiesen, im Unterholz und im Gebüsch wohl. Das bisschen Blut, das sie uns abzapft, können wir zwar problemlos entbehren. Eine echte Gefahr sind jedoch übertragbare Krankheiten wie die Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

 

Manchmal lassen sich die blinden Passagiere zwar mit Insekten- oder Zeckenabwehrmitteln fernhalten. Zusätzlich ist es jedoch ratsam, lange und geschlossene Kleidung zu tragen – vorzugsweise weiß, da zumindest Zecken auf hellen Kleidern besser zu entdecken sind. Milbenlarven sind mit 0,3 Millimetern Größe hingegen fast unsichtbar. Stopfen Sie die Hosen außerdem in die Socken und bleiben Sie im Wald oder auf Feldern auf befestigten Wegen. Die getragene Kleidung sollten Sie nach einem Ausflug gleich waschen oder zumindest gründlich ausschütteln. So haben Sie einigermaßen gute Chancen, keine blinden Passagiere mit in die Wohnung zu schleppen.

 

 

 

 

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