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Nachhaltig(er) Urlaub machen

Umweltschäden und Klimaerwärmung setzen Mutter Erde zu. Nicht zuletzt trägt dazu auch der Massentourismus einen Teil bei. Sanfter Tourismus und umweltverträgliches Reisen sind deshalb eine sinnvolle, immer wichtiger werdende Alternative.

 

Ab in den Urlaub – für viele heißt das nach wie vor „Rein in den Flieger“ und nichts wie weg an einen der zahlreichen  Ferien-Hot-Spots, etwa Mallorca oder die türkische Riviera. Gerne geht der Tourist auch auf Fern- oder Weltreisen, und der neueste Schrei sind Adventure-Trips in möglichst entlegene Regionen des Erdballs. Dass dabei die Umwelt mitunter zu kurz kommt, regionale Kultur und Eigenständigkeit leiden sowie manch ein in der Tourismusbranche Beschäftigter als „Billigkraft“ kaum seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, sind nicht selten die dunklen Seiten des Vergnügens.   

 

Sanfte(re) Erholung

Es geht auch anders. Schon ein wenig umdenken kann viel bringen. Das fängt bei der Anreise an den Urlaubsort an, Motto: „Muss es unbedingt das Flugzeug oder der eigene Pkw sein?“ Wesentlich umweltschonender fällt die Bilanz mit Bus oder Bahn aus. Atmosfair (Infos unter www.atmosfair.de) veranschlagt schon bei einem einzigen Flug von Deutschland nach Südeuropa einen Kohlendioxidausstoß, der auf einen Schlag rund ein Viertel des „klimaverträglichen CO2-Jahresbudgets pro Mensch verbraucht“. Wer dennoch fliegt, kann mithilfe einer CO2-Geldspende den „Umwelt-Fehltritt“ freiwillig wieder ausgleichen. Aber auch eine erholsame Kreuzfahrt schlägt kräftig ins Kontor: Eine Woche mit dem Luxusschiff auf hoher See hat eine der schlechtesten Ökobilanzen überhaupt. Besser ist da ein „abgasarmer“ Segeltörn.

 

Ein gutes Gewissen in puncto gestresste Umwelt und  Ressourcen dank Urlaub können all jene haben, die dem Trend „Ferien im eigenen Land oder bei den Nachbarn“ Folge leisten. Sie schrauben von Haus aus die Umweltbelastung herunter. Ganz besonders dann, wenn man statt mit dem Auto etwa mit dem Zug anreist, vor Ort möglichst keinen Mietwagen nimmt, lieber zu Fuß geht oder mit dem Rad die Umgebung erkundet.

In Deutschland wie anderswo gibt es zudem mehr und mehr  Unterkünfte, die auf individuellen Tourismus und ressourcenschonende Energien setzen. Ein Beispiel sind Biohotels oder Bio-Bauernhöfe, von denen es in Europa schon über 100 gibt (www.biohotels.info). 

Wer in Deutschland besonders nachhaltige Feriendestinationen sucht, kann sich auch beim Deutschen Tourismusverband in Berlin (unter www.deutschertourismusverband.de) informieren.

 

 

 

 

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