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Gasteinertal: Wohltat für Körper und Geist

Als Geheimtipp kann man das Gasteiner Tal eigentlich nicht bezeichnen. Denn schon der europäische Hochadel wusste um die besondere Wirkung der Thermalquellen in der bezaubernden Landschaft mitten im heutigen österreichischen Nationalpark Hohe Tauern. Deshalb kamen früher auch Kaiser und Könige nach Bad Gastein. Der Ort verfügt aber nicht nur über mehrere Heilquellen, aus denen täglich heißes, radonhaltiges Thermalwasser fließt, sondern hat sich auch einen Namen als Wintersport- und Wanderort gemacht.

 

Neben den Sportbegeisterten zieht es heute noch vor allem Patienten mit chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates, der Atemwege und der Haut in die Gemeinde mit ihren vielen mondänen Villen aus der Belle-Époque-Zeit. Denn hier und in der unmittelbaren Umgebung finden sich neben den Kurzentren rund 80 Kurhäuser und Kurhotels, die über Direktleitungen täglich mit frischem Thermalwasser versorgt werden. Und das hat es in sich! Bei einer Nutzungstemperatur zwischen 36 und 40 Grad enthält das Gasteiner Wasser deutlich mehr Gehalt des Edelgases Radon als den für Badekuren festgelegten Mindestwert. Radon wirkt erneuernd und vitalisierend auf die Zellen und regt damit die Selbstheilungskräfte des Körpers an. Hinzu kommen Wasserbestandteile wie beispielsweise Natrium-, Kalzium-, Sulfat- und Hydrokarbonat-Ionen sowie Kieselsäure.

 

Die wirksamen Eigenschaften des Wassers können auf unterschiedlichste Weise genutzt werden: im Wannenbad gegen tiefsitzenden Rückenschmerz, im kreislaufschonenden Dunstbad und als besondere Anwendung auch im Gasteiner Heilstollen, der bei Morbus Bechterew als das größte Therapiezentrum der Welt gilt. Die Radonaufnahme wird dort durch eine hohe Luftfeuchtigkeit, Wärme und die Höhenlage unterstützt. Als Folge werden körpereigene Botenstoffe ausgeschüttet, die gegen Entzündungen im Körper vorgehen. Viele Besucher berichten nach der Anwendung über eine teils monatelang anhaltende schmerzlindernde Wirkung. Viele Heilanwendungen werden daher auch von den Krankenkassen finanziert.

 

Daneben bietet der Kurort zahlreiche Angebote zur Prävention. Hier können zum Beispiel bei einer ganzheitlichen Thermalwasser-Meditation gestresste Menschen alle ihre Sinne regenerieren. Spezielles Licht, angenehme Düfte und meditative Musik laden bei einem Radon-Wannenbad zum Urlaub von der Hektik des privaten und beruflichen Alltags ein. Massage-, Sport- und Fitness-Programme ergänzen schließlich das Angebot.

 

Am Nachmittag und Abend lädt der Ort dann mit seiner einzigartigen Architektur, seiner atemberaubenden Landschaft und vielen guten Restaurants dazu ein, es sich gemeinsam mit alten oder auch neuen Freunden so richtig gut gehen zu lassen. So gesehen ist das Gasteiner Tal vielleicht doch ein Geheimtipp – und zwar einer  für Köper und Geist!

 

 

 

 

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