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Berühmte Heilbäder

Meran – Ein Stückchen Mittelmeer inmitten der Alpen

Bei all dem Stress, der im Alltag auf uns einprasselt, glauben wir manchmal, Entspannung sei unerreichbar. Dabei liegt sie von Deutschland nur wenige Flugstunden entfernt im Herzen Südtirols: Zu Füßen eines imposanten Bergpanoramas erstreckt sich hier im Talkessel des nördlichen Etschtals entlang der Passer die historische Kurstadt Meran, ein kleines Stückchen Mittelmeer am südlichen Rand der Alpen.

 

Meran, die ehemalige Hauptstadt Tirols, liegt auf gerade einmal 300 Metern über dem Meeresspiegel im Herzen Südtirols. Dadurch profitiert sie von einem fast mediterranen Klima, in dem Palmen, Zypressen, Weinreben und Orangenbäume gedeihen. Doch nicht nur Pflanzen haben es gerne warm: Angelockt von den vielen Sonnenstunden besuchten im Laufe des 19. Jahrhunderts auch immer mehr Kurgäste die Stadt. Im wahrsten Wortsinn geadelt wurde Meran schließlich durch die mehrmaligen Aufenthalte der österreichischen Kaiserin Sisi, die im milden Klima mitsamt Hofstaat überwinterte. Damals war Meran vor allem als Luftkurort bekannt. Seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts wird aber auch das Meraner Kurwasser für verschiedene therapeutische Zwecke eingesetzt. Insgesamt sprudeln hier 700 Quellen durch den sauren Stein an die Oberfläche.

 

In Würde gealtert und an Schönheit nur gewonnen

2017 feierte Meran sein 700-jähriges Jubiläum, und sein Alter sieht man der Stadt auch an – jedoch im allerbesten Sinne, denn anders als das nahe Bozen wurde Meran von der faschistischen Stadtplanung unter Mussolini nahezu völlig verschont. Die meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt datieren daher noch aus dem Mittelalter: Besucher fühlen sich beim Spaziergang durch Laubengänge, Stadttore und alte Befestigungsbauten leicht in vergangene Zeiten versetzt. Die zweite stilprägende Zeit war die „Belle Epoque“, als der europäische Adel und das Großbürgertum Meran für sich entdeckte und neben ausgedehnten Parks, botanischen Gärten und Promenaden mondäne Prunkbauten errichtete. Historisches Wahrzeichen ist das 1874 erbaute und von 1912 bis 1914 im Jugendstil erweiterte Kurhaus. Hier werden das ganze Jahr über Konzerte, Kongresse und Messen veranstaltet.

 

Das ganze Jahr über ein Sehnsuchtsort

Meran bietet Gästen das ganze Jahr über Erholung und Unterhaltung. Während der Sommermonate können Gäste auf den Passerterrassen direkt am Flussufer entspannen, im weitläufigen Thermenpark ein Apfelseifenschaum-Peeling genießen, oder einem der zahlreichen Konzerte lauschen, die die lauen Sommerabende zum Klingen bringen. Außerhalb des Ortes locken wundervolle Wanderwege und bezaubernde Burgen, in deren Mauern sich mittlerweile nicht selten Museen oder edle Restaurants verbergen. Zum Jahresende hin verwandelt sich Meran in einen echten Wintertraum: Wintersportler, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene, kommen nun genauso auf ihre Kosten wie Romantiker und Erholungssuchende. An Schönheit steht der Winter den Sommermonaten jedenfalls in nichts nach.

 

 

 

 

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