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Neurodermitis (atopisches Ekzem) hat sich in Deutschland mit rund 3,5 Millionen Kranken zu einer Volkskrankheit entwickelt. Die chronisch entzündliche Hauterkrankung befällt sowohl Erwachsene als auch Kinder. Deutliche Linderung der unangenehmen Beschwerden kann das Öl aus den Samen der Nachtkerze bringen.

Die Nachtkerze ist eine zweijährige Pflanze, die bis einen Meter groß wird. Sie ist verwildert überall anzutreffen. Ihre charakteristischen gelben, dufteden Blüten öffnen sich abends gegen 18 Uhr, um sich nach 24 Stunden wieder zu schließen. Blütezeit ist Juni bis September. Aus den kleinen, reifen Samen wird das Nachtkerzenöl gewonnen, das reich an Gamma-Linolensäure ist. Diese ungesättigte Fettsäure hilft bei Neurodermitis.

Neurodermitis beginnt schon im Kindesalter
Bei dieser Hautkrankheit, die oft schon im Kindesalter mit Milchschorf beginnt, sind quälender Juckreiz, trockene Haut und Ekzeme typisch. Ursache für die Neurodermitis ist ein Defekt bei einem körpereigenen Enzym: Dadurch kann die mit der Nahrung aufgenommene Linolsäure nur unzureichend im Körper in Gamma-Linolensäure um-gewandelt werden. Mangelt es dem Körper aber an dieser wichtigen Fettsäure, entwickeln sich die unangenehmen Hautbeschwerden und beim Immunsystem kommt es zu überschießenden Reaktionen, die die akuten Schübe auslösen.
Wird das an Gamma-Linolensäure reiche Nachtkerzenöl als Arzneimittel eingenommen, erhält der Neurodermitis-Betroffene die ihm fehlende Gamma-Linolensäure, was zum deutlichen Abklingen der Beschwerden führt. Wichtig ist, dass die Besserung frühestens nach vier Wochen eintritt und dass man Nachtkerzenöl-Präparate über Monate regelmäßig einnehmen muss.

 

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