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Der Begriff Süßholzraspler für einen Schmeichler ist ein bisschen aus der Mode bekommen. Die Süßholzwurzel erfreut sich dagegen nach wie vor großer Beliebtheit. Kein Wunder, denn sie ist der Rohstoff für eine beliebte Leckerei: Lakritze.

Allerdings kann die Wurzel mehr. Sie wird nicht nur zu Süßigkeiten verarbeitet sondern ist auch eine bewährte Heilpflanze, die schon seit über 3.000 Jahren verwendet wird. Ihre Inhaltsstoffe helfen gegen Verdauungsbeschwerden, sie lindern Erkältungen und sie hemmen das Wachstum von Bakterien, Pilzen und Viren. Sogar gegen Herpes-Viren sollen einige der über 400 bekannten Inhaltsstoffe der eher unscheinbaren Wurzel wirken. Auch wenn man früher die Ursachen der Wirksamkeit von Glycyrrhiza glabra noch nicht kannte, wusste man schon im Mittelalter die Heilkräfte von Süßholz zu schätzen. Damals war Bamberg die Hochburg des deutschen Süßholzanbaus.

Obwohl Süßholz süß schmeckt und etwa 50mal stärker süßt als Zucker, gefährdet es die Zähne sehr viel weniger. Im Gegenteil, in der Zahnheilkunde wird das Kauen der schleimhautschützenden Süßholzwurzel sogar empfohlen. Allerdings ist der Verzehr von Lakritze nicht für jeden unbedenklich. Diabetiker, Schwangere, Menschen mit hohem Blutdruck oder mit einer eingeschränkten Nierenfunktion sollten vor dem Verzehr ihren Arzt befragen. Ebenso Patienten, die Digitalis einnehmen, Cortison oder entwässernde Medikamente

 

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