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Kaltstart für das Herz

Kryo-Ablation als neue Methode zur Behandlung von Vorhofflimmern

Während eines durchschnittlich langen Lebens von 80 Jahren schlägt das menschliche Herz ungefähr drei Milliarden Mal. Manchmal pocht es schneller, dann wieder langsamer. Doch egal ob schnell oder langsam, ein gesunder Herzschlag folgt immer dem sogenannten Sinusrhythmus. Problematisch – und auf lange Sicht sogar gefährlich – wird es, wenn das Herz aus dem Takt kommt.

 

Vorhofflimmern (VHF) ist die häufigste Form der Herzrhythmusstörung

Weltweit leiden über 30 Millionen Menschen an VHF. Verursacht wird es durch elektrische Fehlimpulse, die zu einem beschleunigten und unregelmäßigen Herzschlag führen. In der Folge wird das Blut nicht mehr vollständig aus den Vorhöfen gepumpt. Das Risiko einer Herzschwäche steigt ebenso wie die Gefahr eines Schlaganfalls.

 

Minimalinvasive Methoden sind die erste Wahl

Neben der Verhinderung eines Schlaganfalls hat eine Therapie den Erhalt des normalen Herzrhythmus zum Ziel. Dafür werden traditionell zunächst Medikamente verabreicht. Bei Unwirksamkeit oder Unverträglichkeit der medikamentösen Therapie kann aber auch eine weitere minimalinvasive Methode angewendet werden: die Katheterablation. Dabei wird eine Weiterleitung fehlerhafter Impulse verhindert, indem rund um die Einmündung der Lungenvenen in den Herz-Vorhof mithilfe eines Katheters ein Verödungsring angelegt wird.

 

Signifikante Vorteile der Kryo-Ablation

Eine aktuelle Studie verglich die Wärme-Ablation mittels hochfrequenten Stroms oder Laserimpulsen und die Kryo-Ablation durch einen Ballonkatheter. Es zeigte sich, dass die Kryo-Ablation nicht nur sicherer und erfolgsversprechender ist, sondern auch schneller und weniger kostenintensiv. Das etabliert die Kryo-Ablation als wirksame und vorteilhafte Therapiemethode.

 

 

 

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