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Komplex und störanfällig

Für Männer einfach ein „Ständer“, in Wirklichkeit ein kompliziertes Zusammenspiel von Nervensystem und Blutbahnen. Komplexe Systeme sind störanfällig. Das kennt man aus der Technik, und so ist es auch bei einer Erektion.

Damit sie zustande kommt, muss sich der Penis mit Blut füllen. Das verlangt die Zusammenarbeit der beiden Nervensysteme Sympathikus und Parasympathikus. Unter dem Sympathikus-Einfluss sind beim schlaffen Penis die arteriellen Gefäße verengt, die Schwellkörper enthalten nur wenig Blut. Bei sexueller Erregung sorgt der Parasympathikus für die Erweiterung der arteriellen Gefäße, es gelangt mehr Blut in die Schwellkörper. Durch die steigende Blutmenge werden gleichzeitig die kleinen Venen im Schwellkörper zugeklemmt. Das verhindert den Blutrückfluss, das Volumen des Penis nimmt zu – eine Erektion. Was sich so einfach anhört, klappt bei etwa fünf bis sechs Millionen Männern zwischen 30 und 80 Jahren nicht reibungslos. Sie leiden unter einer erektilen Dysfunktion (ED).

 

Nicht jeder gescheiterte Versuch, den Geschlechtsakt auszuführen, ist gleich eine erektile Dysfunktion. Erst wenn in einem Zeitraum von mindestens drei Monaten 70 Prozent der Versuche nicht erfolgreich sind, liegt laut medizinischer Definition eine ED vor. Abgesehen von der Psyche, die oft bei jüngeren Männern eine Rolle spielt, gibt es eine Reihe körperlicher Ursachen, die zu einer Impotenz führen können.

 

ED – oft ein Indiz für andere Gesundheitsprobleme

Bei rund einem Drittel der Männer liegen Erkrankungen der arteriellen Blutgefäße vor, die oft in Verbindung mit einem Diabetes stehen. Das ist übrigens auch ein Grund dafür, warum Männer bei Potenzproblemen nicht schweigen, sondern reden sollten. Nicht selten sind Erektionsprobleme ein erster Hinweis auf andere gesundheitliche Probleme, etwa Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder ein erhöhter Blutzucker. Man geht davon aus, dass rund die Hälfte der Diabetiker früher oder später unter ED leidet, weil der hohe Blutzucker Gefäße und Nerven schädigt, unter anderem auch die, die am Aufbau einer Erektion beteiligt sind.

 

Bluthochdruck schädigt auf Dauer ebenfalls die Gefäße. Übrigens können sich auch eingenommene blutdrucksenkende Medikamente (und andere) negativ auf die Potenz auswirken. Ein weiterer Punkt, warum man mit dem Arzt über seine ED sprechen sollte, denn er kann andere Medikamente verordnen – und damit möglicherweise Abhilfe schaffen. Weitere Ursachen sind hormonelle Veränderungen, wenn etwa ein Testosteronmangel vorliegt, ferner Prostataentzündungen oder Gewebeveränderungen der Schwellkörper. Denn wenn sich beispielsweise die Muskulatur des Schwellkörpers zurückbildet, dehnt er sich nicht weit genug aus, um damit die venösen Gefäße abzuklemmen. Das verkürzt oder schwächt die Erektion und führt letztlich zu ED.

 

Eine Broschüre zum Thema ED kann gegen einenmit 85 Cent frankierten Rückumschlag im Format L 22 cm x H 11 cm  beim Apotheken-Kurier,  Am Weißen Turm 35, 60388 Frankfurt unter dem Stichwort „ED“ angefordert werden.

Nützliche Links im Internet: www.impotenz-selbsthilfe.de, www.unbeschwert-lieben.de, www.urology-guide.com/erkrankungen/andrologie/erektionsstoerungen/

 

 

 

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