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Immer in Bewegung!

In unserem Körper herrscht nie Stillstand. Blut strömt, Nervenzellen funken und im Verdauungssystem wird transportiert und zersetzt. Peristaltik heißt der medizinische Fachbegriff für die „Muskeltätigkeit von Hohlorganen“. Dazu gehören auch die Bewegungen des Magen-Darm-Traktes.


Für die Steuerung dieser fein aufeinander abgestimmten Bewegungen ist das vegetative Nervensystem zuständig. Seine Nervengeflechte, die in der Darmwand sitzen, arbeiten unabhängig vom Gehirn, weshalb der Darm auch „Bauchhirn“ genannt wird. Kopf und Bauch schließen sich nur in besonderen Fällen kurz, etwa bei Stress. Ein Grund, warum sich beispielsweise Prüfungsangst auf die Verdauung auswirken kann. Die Speiseröhre befördert durch ringartiges Zusammenziehen ihrer Muskeln das Gekaute Richtung Magen. Dort wird es durch Magenbewegungen mit den Verdauungssäften durchmischt und langsam zum Dünndarm geschoben. In ihm findet die eigentliche Verdauung statt. Mit wellenförmigen Bewegungen transportiert der Dünndarm den Nahrungsbrei durch alle seine Abschnitte und zerlegt sie in kleinstmögliche Bausteine, die vom Blut aufgenommen werden können. Die Reste werden in den Dickdarm geschoben und bakteriell weiter zerlegt. Was dann immer noch übrigbleibt, wird entwässert, im Mastdarm gesammelt und über den Anus ausgeschieden.

 

Geraten die koordinierten Bewegungen von Magen und Darm durcheinander, kann es zu Völlegefühl, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung kommen.

 

 

 

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