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Gesunde Ohrhygiene

Saubere Ohren sind nicht nur ein ästhetischer, sondern auch ein gesundheitlicher Gewinn. Doch darüber, was genau „sauber“ ist, gehen die Meinungen häufig auseinander. Die meisten Menschen verfolgen bei der Ohrhygiene die Reinigung des Ohrs von Ohrenschmalz samt Hautschuppen, Schmutz und Staubpartikeln. Das ist nicht völlig falsch. Ein paar Einschränkungen muss man jedoch machen.

 

Erstens ist Ohrenschmalz zwar nicht schön anzusehen, aber sehr nützlich. Es fettet und schützt die Haut des Gehörgangs und bindet Fremdkörper. Solange nicht zu viel Ohrenschmalz produziert wird, erfüllt er also einen Zweck. Zweitens säubern sich die Ohren im Grunde genommen selbst. Winzige Flimmerhärchen transportieren nach und nach alles aus dem Gehörgang in Richtung der Ohrmuschel, wo es einfach entfernt werden kann oder Opfer der Schwerkraft wird. Aus rein gesundheitlicher Perspektive braucht es nicht viel mehr. Aus ästhetischer Sicht herrscht natürlich durchaus noch Handlungsbedarf.

Um den Abtransport unnötigen Ohrenballasts zu beschleunigen, darf das Ohr beim Duschen oder Baden ausgespült werden. Aber Vorsicht: Shampoo oder Seife können die Haut des Gehörgangs austrocknen, wodurch sie schuppen und jucken kann. Alternativ kann auch eine medizinische Ohrendusche verwendet werden. Die beliebten Wattestäbchen sollten hingegen gemieden werden! Durch sie kann es zu Reizungen und Verletzungen des Gehörgangs und des Trommelfells kommen. Außerdem wird so das Ohrenschmalz tief in das Ohr geschoben, wo es sich zu einem Pfropf verhärtet.

 

 

 

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