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Trinken und Rauchen machen schlapp: Nikotin, Alkohol und erektile Dysfunktion

Dass übermäßiger Alkoholgenuss zur zumindest kurzfristigen Impotenz führen kann, haben wohl schon viele Paare leidvoll erleben müssen. Aber auch häufiges Trinken und regelmäßiges Rauchen können den Mann regelrecht schlapp machen.

 

Gegen Impotenz gibt es heute mehrere Arzneimittel. Diese sind aber vielleicht gar nicht notwendig. Denn zahlreiche Studien belegen einen Zusammenhang zwischen den legalen Rauschmitteln Nikotin und Alkohol und Impotenz. Getreu dem Motto, dass erkannte Gefahr nur halbe Gefahr ist, hat diese Erkenntnis Vorteile. Denn daraus ergibt sich, dass sowohl die Einschränkung des Rauchens als auch des Alkoholkonsums extrem wirkungsvolle Maßnahmen zur Vorbeugung und sogar Beseitigung der Erektionsstörungen sein können. Insofern kann Mann selbst einiges zur Problembeseitigung beitragen.

 

Denn sowohl der blaue Dunst als auch die berauschenden Getränke haben körperliche Reaktionen zur Folge, die bei Männern eine Impotenz auslösen können. Bei Alkohol gilt dies sogar für den nur zeitweisen Genuss. Bereits ab einem Blutalkoholspiegel von ungefähr 0,4 bis 0,5 Promille kann es zu ersten Erektionsstörungen kommen. Hat man mehr als 1 Promille „getankt“, stellen sich dagegen schon sehr häufig Beeinträchtigungen der Erektionsfähigkeit ein. Trinkt Mann dagegen öfter, kann es sogar zu langfristig negativen Folgen für die Potenz kommen. Und die Grenze ist mit rund 40 Gramm Alkohol geringer als gedacht. Denn dahinter verbergen sich „lediglich“ beispielsweise ein halber Liter Wein oder drei Flaschen Bier. Schon diese können für eine Störung des Nervensystems – auch des Bereiches, der für die Entstehung einer Erektion zuständig ist und Gewebeveränderungen im Penis verantwortlich sein.

 

Auch das regelmäßige Rauchen hat negative Folgen für die Potenz. Wie der Alkohol kann es das Nervensystem und die Muskelzellen des Penis schädigen. Zudem verändert es die Gefäße – nicht nur im männlichen Geschlechtsorgan. Dazu gehören Gefäßverschlüsse oder Schädigungen der Arterien. Beide können zu Durchblutungsstörungen führen, die Ursachen für eine erektile Dysfunktion sind.

 

Da viele Raucher nicht in der Lage sind, ihren Konsum deutlich einzuschränken, bleibt für sie oft nur der völlige Verzicht auf die Glimmstängel. Dazu braucht es zwar anfangs einen starken Willen, nach wenigen Wochen werden die körperlichen Abhängigkeitssymptome aber deutlich geringer. Unterstützung für den Weg aus der Abhängigkeit bieten zudem Kurse der Krankenkassen und auch zahlreicher Apotheken. Beim Alkohol gelingt, falls nicht bereits eine Abhängigkeit vorliegt, die Verringerung der Menge oft einfacher. Ein Glas Wein täglich wird zum Beispiel als gesundheitlich vertretbar angesehen. Das „Gläschen in Ehren“ macht dann auch der sexuellen Harmonie keinen Strich durch die Rechnung.

 

 

 

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