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Sport und koronare Herzkrankheiten: Pumpen für die Pumpe

Koronare Herzkrankheiten, kurz KHK, sind oftmals die Ursache für tödliche Herzinfarkte. Doch selbst bei einer bereits vorliegenden KHK kann regelmäßige Bewegung Symptome lindern und das Risiko für Folgeinfarkte senken.

 

Voraussetzung dafür ist, den richtigen Sport auszuüben. Bei einem ausreichend guten Grundbef inden sind Ausdauersportarten geeignet, bei denen eine kontinuierliche Belastung niedriger Intensität erforderlich ist, z. B. Joggen, Walken, Wandern, Radfahren, Schwimmen oder Rudern.

 

Vor sportlicher Aktivität sollten Sie unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt Rücksprache halten, inwieweit Sport oder Bewegungstherapie für Sie geeignet sind. Denn bei einer KHK geht es nicht um den Wettbewerb und das Austesten und Verschieben persönlicher Grenzen. Stattdessen dreht sich alles darum, auch nach einem Infarkt, einem Bypass oder einer Katheterdilatation die Leistungsfähigkeit zu erhalten, Herzfrequenz und Blutdruck zu senken sowie die Regulierung des Blutfettprofils und des Blutzuckerstoffwechsels zu unterstützen.

 

Wichtig ist hierbei, dass Sie eine Überlastung vermeiden. Verzichten Sie also darauf, am Ende noch einmal „alles zu geben“. Statt eines Endspurts sollten Sie ihre Aktivität lieber allmählich herunterfahren. So vermeiden Sie gefährliche Belastungsspitzen. Aus diesem Grund sind Sportarten wie Fußball, Handball, Squash oder Tennis bei einer KHK auch gänzlich ungeeignet. Sie erfordern einen wiederholten, plötzlichen Krafteinsatz, der nicht von Ihnen selbst bestimmt und eingeleitet wird. Auch Gewichtheben, das berühmt-berüchtigte „Pumpen“, gilt es zu vermeiden. Denn was für Größe und Def inition Ihrer Muskeln vorteilhaft ist, hat bei einer bestehenden KHK möglicherweise katastrophale Auswirkungen auf den wichtigsten Muskel Ihres Körpers: das Herz.

 

 

 

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