©-REDPIXEL_AdobeStock

 

Wie geht's dem Herz?

Das Herz ist unser Lebensmotor. Wenn man bedenkt, dass das etwa faustgroße Organ rund 100.000-mal am Tag schlägt und das über viele Jahrzehnte lang, ist die Frage danach, wie es dem eigenen Herz eigentlich geht, berechtigt. Denn schließlich hat sein Stillstand dramatische Konsequenzen.

 

Nicht immer machen sich Herzerkrankungen im Alltag frühzeitig bemerkbar und einige Risikofaktoren kennen wir zwar, vermeiden sie aber nicht. Wer wissen will, wie es um seine Herzgesundheit bestellt ist, sucht einen Hausarzt auf, beispielsweise für einen kostenlosen Check-up. Dieser wird alle drei Jahre bei allen Frauen und Männern ab 35 Jahren von der Krankenkasse bezahlt.

Neben einer Ganzkörp

eruntersuchung sowie einem ausführlichen Arztgespräch wird der Blutdruck gemessen und das Blut auf Zucker und Cholesterin untersucht. Die Ergebnisse liefern erste Hinweise darauf, ob möglicherweise etwas im Argen liegt. Besteht ein Verdacht auf eine Herzerkrankung oder ergeben sich Werte, die ein Risiko darstellen, wird der Hausarzt behandeln oder weiterüberweisen. Je früher, umso besser. Regelmäßige Check-ups sind eine wichtige Vorsorge für die Herzgesundheit.

 

Was das Herz braucht

Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung, mit Vollkornprodukten, viel Obst und Gemüse, wenig und möglichst mageres, weißes Fleisch, Fisch sowie wenig Fett wirken sich positiv auf das Herz aus. Weniger empfehlenswert sind zu süße, zu salzige oder zu fette Produkte. Sie können dazu führen, dass der Cholesterinspiegel steigt und sich Ablagerungen (Arteriosklerose) in den Gefäßen bilden. Damit verringert sich ihr Durchmesser und das Herz muss stärker pumpen, um das Blut durch die Adern zu pressen. Es entsteht Bluthochdruck. Setzt sich sogar ein Gefäß zu, entsteht eine Thrombose. Das kann zu einem Infarkt oder einem Schlaganfall führen.

Gesunde Ernährung ist nicht nur wichtig für die Herzgesundheit. Ganz automatisch hilft sie auch Übergewicht zu vermeiden und ein normales Gewicht zu halten. Auch Bewegung hält das Herz fit und unterstützt bei der Gewichtskontrolle. Verzichten sollte man auf Alkohol und Nikotin. Und wer viel um die Ohren hat, sollte nach Möglichkeiten suchen, den Stress abzubauen. Denn auch Stress belastet die Pumpe. Neben zahlreichen Entspannungsmethoden baut auch Bewegung Stress ab, und weil sie gleichzeitig bei der Gewichtskontrolle hilft, schlägt man sozusagen mehrere Fliegen mit einer Klappe.

 

Oft unspezifische Signale

Ist das Herz krank, macht es nicht immer auf sich aufmerksam. Doch es ist gut zu wissen, welche Signale erste Anzeichen sein können. Es sind nämlich oft keine Schmerzen im Brustkorb oder Unregelmäßigkeiten beim Herzschlag. Auch Müdigkeit, Leistungsschwäche oder zunehmende Kurzatmigkeit beim Treppensteigen und Wandern, ebenso Fieber oder Schmerzen weisen möglicherweise auf ein Herzproblem hin.

 

Oft werden solche „Kleinigkeiten“ mit einem kurzzeitigen Formtief, einer Infektion oder mit dem Alter erklärt. Doch halten diese Zustände an, ist ein Arztbesuch ratsam, es kann sich um ein Herzproblem handeln. Gehen Sie deshalb regelmäßig zur Vorsorge, achten Sie auf Ihren Blutdruck. Die Gesundheit Ihrer Pumpe sollte Ihnen eine Herzensangelegenheit sein.

 

 

 

 

 

 

Startseite