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Wunderwerk Ohr

Mit ihren Windungen und kurvigen Verläufen ist die Ohrmuschel weit mehr als nur ein Schalltrichter. Im sichtbaren und markanten Teil des sehr komplexen Hörorgans werden schon die Weichen gestellt, was später als Hörergebnis wahrgenommen wird.

 

Dabei geht es nicht allein um das Hören und Unterscheiden von Tönen und Geräuschen oder den Gleichgewichtssinn. Die Ohren helfen auch dabei, die Richtung zu erkennen, aus der das Gehörte kommt. Sie haben damit einen erheblichen Einfluss auf unser Orientierungsvermögen.

 

Das wird dadurch möglich, dass wir zwei Ohren haben, wobei die Ohrmuscheln so angeordnet sind, dass der Schall sie fast nie gleichzeitig erreicht. Diese minimalen zeitlichen Differenzen reichen aus, um zielsicher die Schallquelle zu verorten. Das Gehirn wertet nicht nur die reinen Schallwellen aus, die auf das Ohr treffen, sondern auch die Art und Weise, wie sie von der Form der Ohrmuschel modifiziert werden.

 

Die phänomenale Anpassungsfähigkeit des Gehirns hat im Zusammenhang mit nachlassender Hörleistung zwei Seiten: Zum einen wird die Gewöhnung an das schlechtere Hören dadurch begünstigt, was nicht selten zu einer verspäteten Hörgeräteanpassung führt. Zum anderen kann sich das Gehör aber auch wieder auf gutes Hören mit Hörsystemen einstellen.

 

Allerdings sollte die Zeit zwischen dem Auftreten von Hörminderungen und der Versorgung mit Hörsystemen nicht zu lang sein, um die damit einhergehende Beeinträchtigung der Lebensqualität zu vermeiden.

 

 

 

 

 

 

 

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